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Höhenlage und Defensive als grösste Trümpfe

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Am Samstag und Sonntag stehen die Playoff-Viertelfinals der NFL, die so genannte Divisional Round, an. In der AFC treffen die Denver Broncos auf die Buffalo Bills und die New England Patriots auf die Houston Texans, in der NFC die Seattle Seahawks auf die San Francisco 49ers und die Chicago Bears auf die Los Angeles Rams. Acht Teams sind also noch im Rennen um den Meistertitel. Ein Überblick über den wichtigsten Faktor, der sie zum Titelkandidaten machen könnte - oder nicht.

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© Imago

Wie 2016, als Denver letztmals Super-Bowl-Champion war, stützt sich das Team aus Colorado auf eine starke Defensive und ist nicht auf Wunderdinge seines Quarterbacks und der Offensive angewiesen. Gelingt es dieser, grobe Fehler zu vermeiden, ist Denver einer der Topfavoriten. Der grösste X-Faktor: Als Qualifikationssieger kann Denver bis zur Super Bowl zuhause spielen, im Freien und auf 1609 Metern über Meer (eine Meile). Kein Team in der Liga verfügt über einen grösseren Heimvorteil.

Bei den Buffalo Bills ist alles Durchschnitt - ausser Josh Allen. Der 29-jährige Quarterback und MVP der letzten Saison ist ein Schweizer Sackmesser. Sein Wurfarm gehört zum besten, er läuft wie ein Running Back und er befreit sein Team regelmässig aus der Bredouille. In vier der letzten fünf Jahre scheiterte man an den übermächtigen Kansas City Chiefs. Die haben diesmal die Playoffs verpasst.

Die New England Patriots sind das Überraschungsteam des Jahres. Erstmals seit dem Abgang von Superstar Tom Brady vor sechs Jahren steht das Team aus der Nähe von Boston in den Playoff-Viertelfinals. Angeführt von Quarterback Drake Maye, der in seiner zweiten Saison steht, verbesserten sich die Patriots von vier auf vierzehn Siege. Kann Maye, der teilweise sogar als MVP gehandelt wird, seine Leistung auch in seinen ersten Playoffs konstant bringen, könnte es sein Team weit bringen.

Die Houston Texans verfügen über die beste Defensive der Liga - und sonst wenig mehr. In einem Jahr, in dem viele der offensiven Zauberer Ladehemmung haben, kann das bereits ein Rezept für einen Titel sein. In der Wildcard-Runde beendeten die Texaner mutmasslich die Karriere von Aaron Rodgers mit der schlechtesten Playoff-Leistung in dessen illustrer Laufbahn. Es werden noch bessere Gegner kommen, doch an Houston dürften sich einige die Zähne ausbeissen.

Seattle verfügt über eine Top-Defensive, mit Jaxon Smith-Njigba (JSN) den aktuell wohl spektakulärsten Passempfänger, war gemeinsam mit Denver das erfolgreichste Team der Qualifikation und geniesst deshalb bis zur Super Bowl Heimrecht. Das grosse Fragezeichen heisst Sam Darnold. Der Quarterback wurde 2018 als Nummer 3 im Draft gezogen, konnte sich aber bei vier NFL-Teams nicht nachhaltig durchsetzen. Bereits letzte Saison überzeugte er bei Minnesota in der Regular Season, versagte aber in der ersten Playoff-Runde brutal. Bei Seattle muss er wohl nicht brillieren, aber seine Nerven in den Griff kriegen und grosse Fehler vermeiden.

Dass San Francisco noch dabei ist, grenzt an ein Wunder. Kein Team musste diese Saison so viel Verletzungspech verkraften. Mit George Kittle riss sich am Sonntag in der ersten Runde der Playoffs auch noch der beste Tight End der Liga die Achillessehne, dazu fehlen schon länger die wichtigsten zwei Verteidiger. Kann das auf Dauer gutgehen?

Die Chicago Bears sind ein weiteres Team mit einer langen Durststrecke. Erstmals seit 2010 überstanden die Bären wieder eine Playoff-Runde. Inklusive der Wildcard-Runde gegen den Erzrivalen Green Bay gewann Chicago in dieser Saison schon sieben Spiele, in denen es zwei Minuten vor Schluss noch im Rückstand lag. Einfach Glück oder Nerven aus Stahl und eine Erfolgsformel? Die nächsten Wochen werden es zeigen.

Bis vor ein paar Wochen galten die LA Rams als Titelfavorit Nummer 1. Der 37-jährige Matthew Stafford dürfte zum MVP gekürt werden, die Defensive ist gut und Coach Sean McVay einer der Besten seines Fachs. Stafford ist der einzige verbleibende Quarterback mit einem Super-Bowl-Ring (2022). Einziges Handicap: die so genannten Special Teams. Kicker, Punt Returns - immer wieder vergaben die Rams so wichtige Punkte. Kein Wunder, musste der Special-Teams-Koordinator vor Weihnachten den Hut nehmen. Genützt hats bisher wenig.

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