Nach zuletzt drei Erfolgen in Serie verpasste der HSV den nächsten Schritt in der Tabelle. Paderborn sammelte hingegen wichtige Punkte im Kampf gegen den Tabellenkeller.
Der Hamburger SV hat nach drei Siegen in Folge einen Dämpfer kassiert. Das Team von Trainer Merlin Polzin unterlag bei Aufsteiger SC Paderborn mit 0:1 (0:0), die eingewechselte HSV-Leihgabe Rayan Philippe (88.) traf spät.
So verpasste es der HSV erstmals seit 17 Jahren in der Bundesliga vier Spiele in Serie zu gewinnen, bleibt aber im Tabellenmittelfeld. Die Paderborner verliessen vorerst die Abstiegszone.
"Wir sind überhaupt nicht zu Torchancen gekommen. Wir hatten einen schlechten Tag und sind nicht durchgekommen", sagte Otto Stange bei Sky Sport. "Darüber müssen wir sprechen", ergänzte Torhüter Daniel Heuer Fernandes: "Die zweite Halbzeit war nicht der Anspruch, den wir an uns selber haben."
HSV und SCP im DFB-Pokal gefordert
Die Hamburger treffen nun zweimal auf Eintracht Frankfurt. Am Dienstag kommt die SGE zum Duell im DFB-Pokal in den Hamburger Volkspark, am Sonntag reist der HSV zum Bundesligaspiel nach Hessen. Paderborn erwartet am Mittwoch im Pokal den VfB Stuttgart, ehe am Samstag das Kellerduell in der Bundesliga bei Schlusslicht Borussia Mönchengladbach wartet.
Polzin, der vor der Partie von seiner Mannschaft gefordert hatte, "total aggressiv und scharf" in die Begegnung zu gehen, sah eine schläfrige Anfangsphase. So kam Paderborns Laurin Ulrich zur ersten Gelegenheit des Spiels, nachdem HSV-Kapitän Yussuf Poulsen eine Freistosshereingabe unzureichend klärte. Ulrichs Schuss rauschte jedoch knapp rechts vorbei (3.).
Vieira verletzt sich früh
Bitter für die Gäste: Fabio Vieira verletzte sich früh ohne Gegnerkontakt, Stange kam für ihn in die Partie. In der Folge versuchte der HSV, sich ins Spiel zu kämpfen. Zwar eroberten die Hamburger immer wieder den Ball, doch der ging meist schnell wieder an Paderborn, das mit seinem Ballbesitz allerdings wenig anzufangen wusste.
So entwickelte sich eine zähe erste Hälfte, in der es der HSV immer wieder mit langen Bällen hinter die Paderborner Abwehrkette probierte. Die Hintermannschaft des Aufsteigers hatte jedoch keine Probleme damit. Im Offensivspiel des SCP blieb das Sturmduo Stefano Marino und Steffen Tigges, von dem Trainer Ralf Kettemann gehofft hatte "den Flow mitnehmen" zu können, vor der Pause unauffällig.
Philippe schlägt spät zu
Nach Wiederbeginn kam Paderborns Santiago Castaneda zur bis dahin besten Chance der Partie, scheiterte jedoch am hervorragend reagierenden Torhüter Heuer Fernandes (47.). Kettemanns Team blieb auf dem Gaspedal, scheiterte jedoch zu häufig am letzten Pass. Hamburg hingegen präsentierte sich weiterhin ideenlos. Terem Moffi verzog zunächst deutlich (59.), Bilal Nadir vergab anschliessend aus aussichtsreicher Freistossposition (63.).
Castaneda (73.) fand derweil erneut seinen Meister in Heuer Fernandes, der Schuss von Laurin Curda (74.) landete am Aussenpfosten. Dann liess Joker Philippe Paderborn jubeln.
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