skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Analysen Fussball

Joël Schmied und die Bewährungsprobe Harry Kane

Andy

Heute Abend bekommen der 1. FC Köln und Innenverteidiger Joël Schmied im DFB-Pokal einen Giganten vorgesetzt: Können sie den FC Bayern München und Harry Kane stoppen?

imago1067938141(1)
Joël Schmied hat sich beim 1. FC Köln schnell etabliert. © IMAGO / Uwe Kraft

13 Spiele haben die Münchner in dieser Saison wettbewerbsübergreifend bereits bestritten, nach wie vor sind sie unbezwungen und stehen sogar noch ohne Punktverlust da. Wer auch immer sich dem Team von Vincent Kompany entgegenstellt, wird weggeballert. Allen voran durch Harry Kane, der in seinen 13 Einsätzen bereits 20 Tore erzielt hat. Alleine in der Bundesliga hat der Engländer in acht Spielen zwölfmal eingenetzt. Er zeigt sich wie das ganze Team der Münchner in absoluter Topform und ist auf dem Weg, in der Liga den Tor-Rekord von Robert Lewandowski aus der Saison 2020/21 zu brechen. Der Pole hatte damals 41 Tore erzielt. Zieht Kane nun seine eingeschlagene Pace weiter, wird er diese Marke zweifellos übertreffen, vielleicht gar pulverisieren.

Wie überragend der omnipräsente Stürmer, der bei Bedarf auch ganz hinten aushilft oder im Mittelfeld in bester Regisseur-Manier die Bälle verteilt ist, widerspiegelt sich auch im Fakt, dass er lediglich bei den Auswärtssiegen in Augsburg (3:2) und in Gladbach (3:0) ohne einen eigenen Treffer blieb.

Und nun bekommen es in der zweiten Pokal-Runde also Aufsteiger Köln und Innenverteidiger Joël Schmied mit dem Giganten Bayern und dem Tor-Monster Kane zu tun. Eine schwerere Aufgabe ist fast nicht möglich, auch wenn die Kölner mit Rang 8 in der Bundesliga gut dastehen und auch defensiv bislang keine schlechte Figur machten. So warnt denn auch Bayern-Coach Vincent Kompany: «Sie spielen zu Hause, glauben an ihre Chance – aber wir bringen viel Hunger mit! Wir machen im Moment viel richtig und das wollen wir auch nach Köln mitnehmen.»

Doch bei der Offensivpower der Bayern, zu der auch Stars wie Luis Diaz, Michael Olise und Serge Gnabry oder Newcomer Lennart Karl gehören, wird es erfahrungsgemäss äusserst schwierig. Und dass mit Timo Hübers und Rav van den Berg zwei Innenverteidiger verletzt fehlen, macht es für das Team von Trainer Lukas Kwasniok und Supertalent Said El Mala umso schwieriger.

Fanliebling und Vergleich mit DiCaprio

Die Verletzungsmisere bedeutet auch, dass wohl die Dienste von Joël Schmied, der am Samstag gegen Dortmund erst zum zweiten Mal in dieser Saison nicht in der Startelf stand und 20 Minuten vor Schluss eingewechselt wurde, umso stärker gefragt sind. Der 27-jährige Berner, der in der Schweiz bei YB gross und auch für Breitenrain, YB, Wil, Vaduz und Sion kickte, ehe er im vergangenen Winter von den Wallisern nach Köln weiterzog, hat sich bei den Kölnern zu einer Fixkraft entwickelt. Der Schweizer sei in der viertgrössten Stadt Deutschlands bereits einer der Lieblinge, schrieb kürzlich der «Tages-Anzeiger», der Kölner «Express» thematisierte seine Ähnlichkeit zu Leonardo DiCaprio und Max Verstappen.

Doch eigentlich steht ja der Fussball im Mittelunkt, gerade heute, wenn es in Köln zu diesem «do or die»-Spiel gegen die Bayern kommt. Die Statistik spricht zwar klar gegen die Gastgeber, die seit 2011 daheim alle zehn Pflichtspiele gegen die Bayern verloren haben; zudem sind die Münchner seit 20 Spielen gegen den 1. FC Köln ungeschlagenen. Aber Trainer Lukas Kwasniok sagt: «Wir haben ein Heimspiel, unsere Aufgabe ist es, den 50’000 Menschen im Stadion einen Feiertag zu bescheren.»

Kontakt mit Murat Yakin

Dieses Spiel ist auch für Joël Schmied die perfekte Bühne, um weiter auf sich aufmerksam zu machen. Schliesslich ist im Hinterkopf auch die Nati präsent. Kürzlich erklärte der Berner, dass sich Nati-Trainer Murat Yakin schon mal bei ihm gemeldet habe: «Er hat mir gesagt, dass er mich auf dem Schirm hat. Die Bundesliga ist eine Top-Liga. Da muss es auch automatisch mein Ziel sein, mich in den Kreis der Nati zu spielen.»

Hilfreich wäre dabei natürlich eine Top-Leistung gegen Superstar Harry Kane, der aktuell kaum zu stoppen ist. Denn wie in Köln ist auch in der Schweizer Nati die Konkurrenz in der Innenverteidigung gross und stark. An Manuel Akanji und Nico Elvedi führt momentan kein Weg vorbei, dazu stehen Spieler wie Luca Jaquez, Aurèle Amenda oder Adrian Bajrami zur Verfügung, während andere Akteure wie Cédric Zesiger, Becir Omeragic, Eray Cömert oder auch Gregory Wüthrich aktuell eher aus dem Dunstkreis des Nationalteams verschwunden zu sein scheinen.

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2026. Erstellt von EWM.swiss