Julia Simon sichert sich in Oslo die kleine Kugel
Am Sonntag stehen in den verschiedensten Wintersportarten Schweizerinnen und Schweizer im Einsatz. Das sind die Fakten vom Tag.
Biathlon. - Bei den Frauen gewann Lisa Vittozzi den 12,5-km-Massenstart in Oslo. Die Italienerin distanzierte die Schwedin Hanna Öberg im Schlussaufstieg und setzte sich vor ihr sowie der Tschechin Tereza Vobornikova durch.
Die Französin Julia Simon sicherte sich mit dem 6. Rang den Gewinn der kleinen Kristallkugel in der Massenstart-Wertung. Als beste Schweizerin klassierte sich Lena Häcki-Gross im 17. Rang. Sie lag zwischenzeitlich an dritter Stelle, fiel aber nach insgesamt vier Fehlschüssen zurück. Amy Baserga belegte den 29. Platz.
Bei den Männern gewann Johan-Olav Botn das letzte Rennen der Saison. Für den Norweger, der im Februar in Antholz Olympiasieger im Einzel geworden war, war es der vierte Weltcup-Sieg in dieser Saison. Botn distanzierte über 15 km den zweitplatzierten Deutschen Philipp Nawrath, der im Schiessen ebenfalls fehlerlos blieb, um 3,7 Sekunden. Dritter wurde der Franzose Eric Perrot, der sich schon am Freitag den Gesamtsieg im Weltcup gesichert hatte. Der Norweger Sturla Laegreid, der zuvor fünfmal in Serie gewonnen hatte, musste sich mit Platz 4 begnügen.
Den Schweizern gelang zum Abschluss kein Exploit: Niklas Hartweg, am Vortag in der Verfolgung Achter, klassierte sich mit drei Strafrunden im 20. Rang, während Joscha Burkhalter den 27. Platz belegte.
Langlauf. - Der norwegische Langlauf-Star Johannes Hösflot Klaebo gewann das letzte Rennen der Weltcup-Saison. Der 29-Jährige siegte beim 20-km-Massenstart in der freien Technik in Lake Placid und sicherte sich damit sämtliche Gesamtwertungen. Klaebo krönte damit eine perfekte Saison: Schon bei den Olympischen Winterspielen gewann er alle sechs möglichen Goldmedaillen.
Mit seinem Erfolg feierte Klaebo bereits den 113. Einzelsieg seiner Weltcup-Karriere. Erst am Freitag hatte er den 10-km-Lauf in der klassischen Technik gewonnen - nur eine Woche nach einer Gehirnerschütterung, die er beim Sprint in Drammen erlitten hatte. Jason Rüesch klassierte sich als bester Schweizer im 34. Rang.