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Kanada siegt erst in der Verlängerung

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Topfavorit Kanada setzt sich im olympischen Eishockey-Turnier im Viertelfinal gegen Tschechien erst in der Verlängerung durch. Auch die Slowakei steht im Halbfinal.

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Kanadas Mitchell Marner freut sich über das 4:3 in der Verlängerung gegen Tschechien © KEYSTONE/AP/Carolyn Kaster

Das siegbringende 4:3 für die Kanadier gegen Tschechien erzielte Mitchell Marner nach 72 Sekunden der Overtime. Der Stürmer der Vegas Golden Knights konnte praktisch ungehindert zwischen den drei tschechischen Spielern auf dem Eis durchlaufen und bezwang Goalie Lukas Dostal mit einem herrlichen Backhand-Schuss. Allerdings konnte der kanadische Captain Sidney Crosby das Spiel nicht beenden; er fiel im Mittelabschnitt verletzt aus.

In der 53. Minute gingen die Tschechen durch Ondrej Palat zum zweiten Mal nach dem 2:1 (15.) in Führung. Eine Sensation zeichnete sich ab. Die Kanadier reagierten vehement und glichen in der 57. Minute durch einen Ablenker von Nick Suzuki zum 3:3 aus, womit sie sich in die Verlängerung retteten.

Zunächst deutete wenig auf ein solch dramatisches Spiel hin. Der 19-jährige Macklin Celebrini brachte den Favoriten in der vierten Minute mit seinem fünften Tor an diesem Turnier in Führung. Die Vorarbeit leistete Connor McDavid, für den es der zehnte Skorerpunkt war.

Doch diesmal hatten die Tschechen im Gegensatz zur 0:5-Niederlage in der Vorrunde eine Antwort. Lukas Sedlak gelang das 1:1, ehe David Pastrnak in Überzahl zum 2:1 traf. Auch das 2:2 (43.) der Kanadier fiel im Powerplay: Nathan MacKinnon traf nach Vorlagen von McDavid und Celebrini. Letzterer spielte in der Verlängerung zudem den Pass zu Marner, er hat nun neun Skorerpunkte auf dem Konto.

Die Slowakei steht zum dritten Mal nach 2010 und 2022 bei Winterspielen im Halbfinal. Die Osteuropäer liessen Deutschland keine Chance und siegten 6:2. Milos Kelemen und Oliver Okuliar erhöhten in der 25. Minute innerhalb von 33 Sekunden auf 3:0. Kurz nach Spielhälfte gelang Dalibor Dvorsky das 4:0.

Nach dem 1:4 von Lukas Reichel (35.) stellte Pavol Regenda nach 58 Sekunden im Schlussabschnitt mit seinem zweiten Treffer in dieser Partie den Viertorevorsprung wieder her. Den Schlusspunkt setzte Captain Tomas Tatar, der beim EVZ unter Vertrag steht, in der 57. Minute mit einem Schuss ins leere Tor.

Dass die Deutschen im Viertelfinal scheiterten, kommt nicht von ungefähr. Die DEB-Auswahl hatte schon in der Vorrunde defensive Mängel offenbart. Zudem gelang es Trainer Harold Kreis offensichtlich nicht, die Mannschaft zu einer geschlossenen Einheit zu formen.

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