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Kein UEFA-Boykott? FIFA verspricht wohl Anti-Investoren-Garantie

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Wenige Tage vor dem Start der U20-Frauen-WM in Polen deutet alles auf eine Entspannung im Streit zwischen UEFA und FIFA hin. Die europäischen Teams sollen voraussichtlich regulär teilnehmen.

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Gianni Infantinos Investoren-Pläne hatten die Boykott-Drohungen losgetreten. © Imago

Wenige Tage vor dem Start der U20-Frauen-WM in Polen deutet alles auf eine Entspannung im Streit zwischen UEFA und FIFA hin. Die europäischen Teams sollen voraussichtlich regulär teilnehmen.

Der Streit zwischen UEFA und FIFA um die Zukunft der Vermarktungsrechte grosser Turniere steht offenbar vor einer Lösung. Nach Informationen des Guardian ist der europäische Fussballverband bereit, seinen angedrohten Boykott von FIFA-Wettbewerben zurückzunehmen. Für das Turnier "liegen dem polnischen Fussballverband (PZPN) keine Informationen über einen möglichen Rückzug einer teilnehmenden Mannschaft aus dem Turnier vor", heisst es vom Verband gegenüber ntv.de.

Auslöser des Konflikts war das Projekt "FIFA Forward Enterprise" (FFE), das FIFA-Präsident Gianni Infantino vorangetrieben hatte. Demnach sollten rund 20 Prozent der kommerziellen Rechte an FIFA-Wettbewerben an private Investoren verkauft werden. Das geplante Geschäft wurde auf ein Volumen von rund 20 Milliarden Dollar geschätzt.

FIFA garantiert Verzicht auf Investorenprojekte

Die UEFA hatte dieses Vorhaben scharf kritisiert und sogar mit einem Boykott von FIFA-Turnieren gedroht. Auch nachdem die FIFA die Pläne offiziell wieder zurückgezogen hatte, forderte die UEFA weitere Garantien.

Diese sollen nun erfolgt sein. Auch Sky Sport und RTL gehen davon aus, dass die FIFA in vertraulichen Gesprächen und schriftlichen Zusicherungen signalisiert hat, vergleichbare Privatisierungsmodelle künftig nicht erneut voranzutreiben. Die Zusicherung und das weitere Vorgehen werden in den kommenden Tagen in Monaco diskutiert, es gab zuvor intensive Gespräche zwischen FIFA und UEFA. Damit wäre der Weg für eine Rücknahme der Boykottdrohung frei.

Besonders wichtig ist diese Entwicklung, da das U20-Turnier bereits am 5. September beginnt. Mehrere Teams, darunter Nigeria, befinden sich bereits in Polen oder haben ihre unmittelbaren Vorbereitungen gestartet. Die Abwahl von FIFA-Präsident Infantino ist allerdings weiterhin das Ziel innerhalb der UEFA.

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