Grosser Knall in Curacao! Nur knapp fünf Wochen vor der Weltmeisterschaft in Nordamerika schmeisst Trainer Fred Rutten hin. Das Engagement hielt nur zwei Spiele.
Tragender Grund für die einvernehmliche Trennung, die der Verband von Curacao auf Facebook verkündete, sind heftige Proteste von Spielern und Sponsoren. So verlor der Inselstaat seine nur zwei Spiele unter Rutten deutlich (0:2 gegen China, 1:5 gegen Australien). Infolge dessen hatte es erhebliche Kritik am Trainer gegeben, dennoch stellte sich der Verband zunächst hinter Rutten - nun folgte dennoch die Trennung.
"Es darf kein Klima entstehen, das gesunden beruflichen Beziehungen schadet, sowohl unter den Spielern als auch innerhalb des Stabs", wird Rutten in der Verbandsmitteilung zitiert. Der 63-Jährige sagte, er "bedauere, wie sich die Situation entwickelt hat", wünsche aber dem Team dennoch "viel Erfolg".
Kehrt nun Advocaat zurück?
Rutten hatte die Mannschaft Ende Februar von Dick Advocaat übernommen. Dieser hatte sich zuvor mit Curacao erfolgreich für die Weltmeisterschaft in Nordamerika qualifiziert, seinen Posten aber zugunsten der Betreuung seiner erkrankten Tochter wieder aufgegeben. Dieser geht es glücklicherweise mittlerweile wieder besser - somit steht Advocaat mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einem Comeback in Curacao.
So forderten sowohl Spieler als auch Sponsoren die Rückkehr des 78-jährigen Trainers. Eine Pressekonferenz ist für Dienstag angesetzt. Dort könnte der ehemalige Gladbach-Coach also bereits erneut vorgestellt werden. Bei einer Teilnahme würde Advocaat Otto Rehhagel (72 Jahre bei der WM 2010) als ältesten Trainer bei einer Weltmeisterschaft ablösen. Für Curacao geht es dann mit neuem Übungsleiter in der Gruppe E gegen Deutschland (14. Juni), die Elfenbeinküste und Ecuador.
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update