Lange sah alles nach einem torlosen Remis aus. Dann wurde Hertha für eine dominante Leistung doch noch belohnt und feierte den achten Sieg im neunten Saisonspiel.
Hertha BSC hat im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga ein spätes Ausrufezeichen gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bezwang Arminia Bielefeld mit 1:0 und festigte damit die Tabellenführung. Über weite Strecken waren die Berliner die klar bessere Mannschaft, belohnten sich aber erst tief in der Nachspielzeit. Nach einem Handspiel von Maximilian Grosser entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter.
Josip Brekalo übernahm die Verantwortung und verwandelte den Strafstoss in der 93. Minute mit etwas Glück zum umjubelten Siegtreffer.
Hertha dominiert, Kersken hält Bielefeld im Spiel
Schon in der Anfangsphase deutete sich die Überlegenheit der Gastgeber an. Sebastian Grönning scheiterte zunächst an Bielefeld-Keeper Jonas Kersken. Wenig später verhinderte Grosser auf der Linie die Berliner Führung, nachdem Kersken bereits geschlagen war.
Auch Oluwaseun Adewumi fand kurz vor der Pause seinen Meister im starken Arminia-Torhüter, der seine Mannschaft lange im Spiel hielt. Nach dem Seitenwechsel setzte Hertha den Druck fort. Mads Pedersen vergab eine gute Gelegenheit, während Kevin Sessa mit einem Freistoss nur die Latte traf. Trotz zahlreicher Chancen blieb die Führung zunächst aus.
Bielefeld brachte offensiv dagegen kaum etwas zustande. Die beste Möglichkeit der Gäste hatte ausgerechnet Verteidiger Grosser mit einem Kopfball nach einer Standardsituation.
Späte Entscheidung nach Handspiel
Als vieles bereits auf eine torlose Punkteteilung hindeutete, wurde Grosser zur tragischen Figur. Der Abwehrspieler bekam den Ball im Strafraum an den Arm und verursachte den entscheidenden Elfmeter. Brekalo nutzte die Gelegenheit und schoss Hertha zum nächsten Erfolg.
Mit dem achten Sieg im neunten Saisonspiel unterstreichen die Berliner eindrucksvoll ihre Aufstiegsambitionen.Durch den Last-Minute-Erfolg baut Hertha ihre starke Bilanz weiter aus und bleibt in dieser Saison ungeschlagen.
Vor allem die Art und Weise des Sieges dürfte Trainer Stefan Leitl gefallen. Seine Mannschaft blieb geduldig, dominierte die Begegnung über weite Strecken und wurde am Ende doch noch belohnt. Für Arminia Bielefeld bleibt dagegen die Erkenntnis, dass ein leidenschaftlicher Auftritt nicht für Zählbares reichte.
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