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Meillards Gold-Coup im Slalom

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Der nach dem ersten Lauf mit fast sechs Zehnteln Vorsprung vor Loïc Meillard führende Norweger Atle Lie McGrath fädelte im Finaldurchgang ein.

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© Keystone

Meillard ist der erst zweite Schweizer mit Olympia-Gold im Slalom nach Edy Reinalter 1948 in St. Moritz. Olympische Slalom-Medaillen gewannen ansonsten nur noch Jacques Lüthi 1980 in Lake Placid (Bronze) und Ramon Zenhäusern 2018 in Pyeongchang (Silber).

Für Meillard ist es nach Silber in der Team-Kombination (mit Marco Odermatt) und Riesenslalom-Bronze die dritte Medaille in Bormio. Der Walliser mit Neuenburger Wurzeln ist nach Franjo von Allmen und Odermatt der dritte Schweizer Alpin-Fahrer, der Bormio mit drei Medaillen verlässt. Schon vor Jahresfrist an der WM in Saalbach hatte Meillard dreimal auf dem Podest gestanden (zweimal Gold, einmal Bronze).

Dank Meillards Top-Leistung zum Abschluss hat das Schweizer Männer-Team im Veltlin in allen fünf Rennen mindestens eine und insgesamt deren acht Medaillen geholt. Vier davon sind - vor allem auch dank von Allmen, der in der Abfahrt, dem Super-G und der Team-Kombination (mit Tanguy Nef) - in Gold.

Die weiteren Schweizer Slalom-Starter zeigten solide bis gute Rennen. Tanguy Nef klassierte sich mit 2,02 Sekunden Rückstand im 6. Rang. Der Genfer Olympia-Debütant war in neun Slaloms in diesem Weltcup-Winter fünfmal in den Top 10, aber nur einmal - als Fünfter in Gurgl - besser.

Doch Nef hatte nach seiner sensationellen Leistung im Slalom der Team-Kombination, in welcher er mit überlegener Laufbestzeit zu Olympia-Gold gefahren war, für den Spezial-Slalom mit einer Medaille geliebäugelt.

Nef verbesserte sich im Finaldurchgang dank fünftbester Laufzeit um fünf Positionen. Gleiches gelang Matthias Iten, der sich über den 11. Schlussrang freuen durfte (2,62 Sekunden zurück). Daniel Yule wurde 15.

Vor allem der erste Lauf des Slaloms, der auf dem unteren - eher flachen - Teil der Abfahrtsstrecke und bei teils heftigem Schneefall ausgetragen wurde, forderte viele prominente "Opfer". Zu den Ausgeschiedenen gehörten der brasilianische Riesenslalom-Olympiasieger Lucas Pinheiro Braathen, der österreichische Kitzbühel-Slalomsieger Manuel Feller, der zweifache Slalom-Saisonsieger Paco Rassat aus Frankreich und auch der starke Finne Eduard Hallberg. Nur 44 der 95 gestarteten Fahrer vermochten sich zu klassieren.

Im Final am Nachmittag erwischte es neben McGrath auch Clément Noël. Der Franzose hatte 2022 in Peking Slalom-Gold gewonnen.

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