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Michael Vogt gewinnt Olympia-Bronze im Viererbob

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Die Schweiz gewinnt Bronze im Viererbob. Mit den Anschiebern Andreas Haas, Amadou Ndiaye und Mario Aeberhard macht Pilot Michael Vogt im 4. Lauf einen Platz gut und verdrängt Adam Ammour vom 3. Platz.

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Die Schweiz feiert Bronze im Viererbob © KEYSTONE/EPA/DANIEL DAL ZENNARO

Fast etwas ungläubig lagen sich Michael Vogt, Andreas Haas, Amadou Ndiaye und Mario Aeberhard in den Armen, als der Deutsche Adam Ammour ins Ziel einfuhr - mit vier Hundertstel Rückstand auf das Schweizer Quartett.

"Diese Minuten in der Leaderbox waren der Horror", sagte Haas wenig später im SRF-Interview. Vogt pflichtete bei. "Es war kaum auszuhalten. Bis zur letzten Zwischenzeit haben wir ja eigentlich nicht gewusst, ob es reichen würde."

Doch das tat es. Ammour, der nach drei von vier Läufen noch einen Platz vor der Schweiz lag, fiel zurück, die Schweiz sicherte sich Bronze. Mitentscheidend war der Start. "Die Jungs haben nochmals alles rausgehauen", sagte Vogt treffend. Einzig die beiden deutschen Piloten Johannes Lochner und Francesco Friedrich waren in der Endabrechnung schneller. Sie distanzierten die Schweiz um eine respektive eine halbe Sekunde.

Vogt, Haas, Ndiaye und Aeberhard dürfte das völlig egal gewesen sein. Denn bereits vor den Olympischen Spielen war klar: Edelmetall zu holen, würde eine schwierige Aufgabe werden. So gingen in dieser Saison 18 von 21 möglichen Podestplätzen im Vierer an Deutschland. Einzig in St. Moritz stand Vogt in dieser Saison auf dem Podest. Dort sicherte er sich EM-Bronze.

Dennoch sagte der 28-Jährige nach dem Wettkampf im Zweierbob, in dem er fünf Tage zuvor den 6. Platz belegt hatte: "Ich wollte eine Medaille." Nun ging dieser Traum am letzten Olympia-Tag doch noch in Erfüllung. Während Vogt mit der Medaille um den Hals davon sprach, es sei eine echte Zitterpartie und mental anspruchsvoll gewesen, zeigte sich Ndiaye deutlich ausgelassener.

"Irgendwie hatte ich es im Gefühl. Ich war schon im Schlitten mega happy, die Fahrt war einfach 'Perle'", so der 23-jährige Anschieber. Haas stimmte zu: "Als wir im Bob drin waren wusste ich, dass Michi nur noch einigermassen gut fahren muss und es dann reichen könnte."

"Einigermassen gut" fuhr Vogt dann auch. Zwar hatte er gleich zu Beginn einen Schlag in seiner Fahrt, danach lieferte er aber souverän ab und zeigte, dass er auch im Kopf bereit war für die Herausforderung. Die zweitbeste Laufzeit lieferte das Schweizer Quartett im vierten Durchgang - als sie davon erfuhren, wirkten die vier dann doch etwas überrascht.

Für die Schweiz ist es die erste Medaille im Viererbob an Olympischen Spielen seit 2006, als Martin Annen, Cédric Grand, Thomas Lamparter und Beat Hefti ebenfalls Bronze holten.

Weniger im Rampenlicht, aber ebenfalls mit einer guten Leistung endete Olympia für Cédric Follador, der mit seinen Anschiebern Luca Rolli, Tim Annen und Omar Vögele im Schlussklassement den 6. Platz belegte. Der dritte Schweizer Schlitten mit Timo Rohner, Pascal Moser, Mathieu Hersperger und Cyril Bieri beendete die Olympischen Spiele auf dem 15. Platz.

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