skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
News Eishockey

Nach Olympia ist vor der Heim-WM

KeyStone

Mit dem bitteren Ausscheiden im Olympia-Viertelfinal ist für das Schweizer Nationalteam das erste von zwei Saisonhighlights Geschichte. Ein Rück- und Ausblick knapp drei Monate vor der Heim-WM.

media_ftp_sky_fr_20260218_brg00369953ee2b5cbf
© Keystone

"Es ist hart", sagt Roman Josi immer wieder, als er versucht, die Niederlage im Viertelfinal gegen das finnische NHL-Ensemble nach heroischem Kampf zu erklären. Bis zur 54. Minute lagen die Schweizer noch 2:0 vorne, ehe sich der Olympiasieger in einem dramatischen Finish in die Verlängerung rettete und sich dort 3:2 durchsetzte. Er sei extrem stolz, für diese Mannschaft zu spielen, so der Schweizer Captain. "Wir haben ein unglaubliches Team und ein starkes Turnier gespielt, aber es gibt manchmal Dinge, die man sich nicht erklären kann. Das wir es nicht geschafft haben, wird noch lange wehtun."

Wie schon bei WM-Finals von 2018 (2:3 n.P.), 2024 (0:2) und 2025 (0:1 n.V.) scheiterten die Schweizer in einem grossen Spiel erneut hauchdünn. Diesmal verpassten sie aber nicht Gold, sondern die Chance, um die erste Schweizer Olympia-Medaille der Neuzeit zu spielen.

Eindrücklich war, wie das Schweizer Team die Ausfälle von Kevin Fiala und Denis Malgin wegsteckte. Die beiden Stürmer, die früh im Turnier ausgefallen waren, sind insbesondere für das Powerplay wichtige Faktoren. Trotzdem stellten die Schweizer hinter den USA und Kanada das dritteffizienteste Überzahlspiel, im Unterzahlspiel waren sie hinter den USA sogar die Nummer 2. Bezüglich der Effizienz im Abschluss konnte die Mannschaft allerdings nicht mit den Topwerten der letzten beiden Weltmeisterschaften mithalten. Nur Frankreich und Gastgeber Italien schlechter.

Mit der Rückkehr der NHL-Cracks auf die olympische Bühne nach zwölf Jahren wimmelte es in Mailand nur so von Superstars. So viel Qualität stand auf dem Eis. Patrick Fischer stand die wohl beste Schweizer Mannschaft der Geschichte zur Verfügung. Und mit Leonardo Genoni hütete der beste Goalie des Turniers das Tor. An ihm lag es definitiv nicht, dass die Schweizer in ihrem fünften Spiel innert sieben Tagen am Ende nicht als Sieger vom Eis gingen. "Leo ist unglaublich", adelt Roman Josi den siebenfachen Schweizer Meister. "Er ist an jedem grossen Turnier immer der beste Goalie, er hat schon so viele Spiele für uns gewonnen. Es ist verrückt, dass er nie in der NHL gespielt hat."

Für die Schweiz gilt seit Jahren: Das Team ist der Star. Und doch lassen sich aus dem starken Kollektiv drei Spieler besonders hervorheben. Neben Genoni sind es Captain Josi und Topskorer Timo Meier, die dem Turnier ihren Stempel aufdrückten.

Josi zeigte Leadership auf und neben dem Eis. Als Verteidiger kurbelte er das Schweizer Offensivspiel immer wieder an, setzte Impulse aus der eigenen Zone und ging als Führungsspieler voran. Meier wiederum überzeugte mit drei Toren und vier Assists in fünf Spielen nicht nur als einer der besten Skorer dieses Turniers, sondern auch mit seiner physischen Präsenz.

Eine Erkenntnis der letzten WM bestätigte sich erneut: Die Spieler aus der National League fielen nicht ab - im Gegenteil. Insbesondere die vierte Sturmlinie mit Damien Riat, Ken Jäger und Simon Knak wusste mit ihrer Energie und Unerschrockenheit zu gefallen. Es war kein Zufall, dass ausgerechnet dieses Trio mit seiner unnachgiebigen Art im Viertelfinal das 1:0 provozierte.

Der nächste Fixtermin für das Nationalteam ist der 14. April. Dann beginnt die vierwöchige WM-Vorbereitung, die grösstenteils im Ausland stattfindet. In der ersten Woche stehen zwei Spiele in der Slowakei auf dem Programm, in der zweiten zwei Partien in der Schweiz. Es folgen die beiden abschliessenden Turniere der Euro Hockey Tour 2025/26: zunächst in Tschechien, danach in Schweden, wo sich die Schweiz den letzten Schliff holt.

Zum Auftakt der Heim-WM kommt es am 15. Mai zur Neuauflage des letztjährigen Finals gegen die USA. Die weiteren Vorrundengegner heissen der Reihe nach Lettland, Deutschland, Österreich, Grossbritannien, Ungarn und zum Abschluss Finnland.

Was das WM-Kader betrifft, dürfte sich die Auswahl stark an jener der Olympischen Spiele in Mailand orientieren. Mit Ausnahme von Janis Moser (Tampa Bay Lightning) und Akira Schmid (Vegas Golden Knights) liegen die NHL-Schweizer mit ihren Teams derzeit nicht auf Playoff-Kurs. Zudem laufen einzig die Verträge von Schmid und Philipp Kurashev aus. Patrick Fischer dürfte bei seinem letzten Turnier als Nationaltrainer also nahezu aus dem Vollen schöpfen können.

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2026. Erstellt von EWM.swiss