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Nach "Schockmoment": Gwinn von DFB-Team abgereist

Eine genaue Diagnose steht bei der Kapitänin weiter aus – und wichtige Spiele stehen an.

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Kapitänin Giulia Gwinn ist vom DFB-Team abgereist © DPA pa

Eine genaue Diagnose steht bei der Kapitänin weiter aus – und wichtige Spiele stehen an.

Ohne Kapitänin Giulia Gwinn müssen die deutschen Fussballerinnen das Rückspiel in der WM-Qualifikation am Samstag in Österreich bestreiten. Die 26 Jahre alte Rechtsverteidigerin vom FC Bayern reiste am Morgen vorzeitig vom Team ab, wie der Deutsche Fussball-Bund mitteilte. In München werde die an der linken Schulter lädierte Gwinn nun weiter untersucht. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

  • Spielbericht zum Spiel der DFB-Frauen gegen Österreich

Gwinn war beim 5:1 im Hinspiel am Dienstagabend nach einem Zusammenprall in der 28. Minute mit Österreichs Melanie Brunnthaler vom Hamburger SV liegen geblieben. Sie hatte sich direkt danach auf dem Boden gekrümmt und an die linke Schulter gefasst. Zwar spielte sie nach kurzer Behandlungspause weiter, musste dann aber in der 33. Minute ausgewechselt werden.

Frauen-Bundestrainer Wück tauscht sich mit Kapitänin Gwinn aus
Image: Frauen-Bundestrainer Wück tauscht sich mit Kapitänin Gwinn aus

Wück: Weiterspielen hätte "keinen Sinn gemacht"

"Man hat, nachdem sie wieder auf dem Platz stand, gemerkt, dass sie nicht befreit spielen konnte. Von daher hat es eigentlich gar keinen Sinn gemacht", hatte Bundestrainer Christian Wück nach der Partie erklärt. Wer für Gwinn nachnominiert wird, will der Verband noch bekanntgeben.

"Es war wieder ein Schockmoment für uns", sagte Mittelfeldspielerin Elisa Senss. "Ich bin im Spiel auch direkt zu ihr hin. Sie hat auch direkt auf ihre Schulter gezeigt, dass da irgendwas nicht stimmt. Dann hat sie ja noch weitergespielt. Dann war ich kurz wieder erleichtert, dann gab es ja doch die Auswechslung."

Gwinn wusste schnell, dass da etwas nicht stimmt.
Image: Gwinn wusste schnell, dass da etwas nicht stimmt.

"Ein kleiner Schock" für das Team

Für das Team sei der unglückliche Moment "ein kleiner Schock" gewesen, "von dem man sich ein bisschen erholen muss", schilderte Innenverteidigerin Rebecca Knaak. "Jetzt wünsche ich erst mal Giulia alles Gute und hoffe, dass es nicht zu schlimm ist."

Am Samstag findet in Ried das Rückspiel gegen Österreich statt. Doch vor allem die Aufgabe am 25. April mit dem FC Bayern hat es in sich: Dann empfangen Gwinns Münchnerinnen in der Champions League der Frauen zum Halbfinal-Hinspiel den FC Barcelona.

Kapitänin Giulia Gwinn bei ihrer verletztungs-bedingten Auswechslung.
Image: Kapitänin Giulia Gwinn bei ihrer verletztungs-bedingten Auswechslung.

Bereits zwei Kreuzbandrisse

Gwinn hatte in ihrer Karriere immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, betroffen war meist das Knie. Bei der EM im Vorjahr zog sie sich im ersten Gruppenspiel gegen Polen eine Innenbandverletzung im linken Knie zu und verpasste den Rest des Turniers. In den Jahren zuvor erlitt Gwinn bereits zwei Kreuzbandrisse (2020 und 2022), schaffte aber stets ein Comeback.

dpa

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