Nadja Kälin und Nadine Fähndrich holen Olympia-Silber
Nadja Kälin und Nadine Fähndrich gewinnen beim Team-Sprint im Val di Fiemme die Silbermedaille. Das Duo büsst nur 1,4 Sekunden auf Schweden ein, Bronze geht an Deutschland.
Auf den 9 km in der Skating-Technik, jede Läuferin absolvierte drei Runden zu 1,5 km, lagen die Schweizerinnen stets auf Medaillenkurs. Nadine Fähndrich übernahm als Fünfte und lief mit einer fulminanten Schlussrunde noch bis auf Platz 2 vor.
Die Bündnerin Nadja Kälin, die als Vierte im Skiathlon gegenüber Anja Weber den Vorzug erhalten hatte, hielt auf ihren Ablösungen sehr gut mit. Sie rechtfertigte ihre Nomination sorgte dafür, dass Nadine Fähndrich in den Kampf um die Medaillen involviert blieb.
Bei der letzten Ablösung ging die Luzernerin mit einem Rückstand von 11,8 Sekunden Rückstand als Fünfte ins Rennen und lief zunächst hinter Schweden und Finnland in einer Fünfergruppe um Bronze. Doch die 30-Jährige erwischte einen Traumlauf, zog davon, überholte die Finnin und machte sogar noch Druck auf die führende Schwedin.
Für Nadine Fähndrich ist es bereits die dritte Team-Sprint-Medaille an einem Grossanlass: 2021 holte sie mit Laurien van der Graaff an der WM in Oberstdorf Silber, 2025 in Trondheim an der WM in Trondheim mit Anja Weber Bronze.
Die Schwedinnen setzten auf Jonna Sundling und Maja Dahlqvist, die im Sprint in klassischer Technik Silber und Bronze gewonnen hatten. Die Siegerin Linn Svahn hingegen wurde für das Skating-Rennen nicht aufgeboten.
Janik Riebli und Valerio Grond verpassten beim Team-Sprint im Val di Fiemme die Medaille knapp. Der Obwaldner und der Bündner klassieren sich im 4.Rang. Zum Podest fehlt eine Sekunde.
Johannes Hösflot Klaebo holte sich erwartungsgemäss die zehnte Goldmedaille an Olympischen Spielen. Er setzte sich zusammen mit Einar Hedegart überlegen durch, vor den USA und Italien.
Die Schweizer lagen stets gut im Rennen. Riebli, der die Skating-Lauftechnik klar bevorzugt, hatte sich gleich zu Beginn den Stock gebrochen. Da aber bis zur letzten Ablösung eher taktisch gelaufen wurde, hatte dieser Zwischenfall keine Konsequenzen.
Auf der letzten Ablösung zeigte sich Riebli unerwartet stark und hielt Grond im Rennen. Die Medaille lag in Reichweite. Grond, der an der WM 25 in Trondheim die Männerstaffel als Schlussläufer zu Silber geführt hatte, kämpfte in der grossen Verfolgergruppe hinter Klaebo um das Podest. Der Amerikaner Gus Schumacher und der Italiener Federico Pellegrino erwiesen sich als stärker.
Die Schweizer Männer waren als Aussenseiter ins Rennen gestiegen und liessen zahlreiche Top-Nationen wie Schweden, Finnland oder Frankreich hinter sich. Die unerwartete starke Leistung wurde aber nicht mit einer Medaille belohnt.