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Neue Studie zum illegalen Streaming sorgt für Aufsehen

Andy

Schweizer Sportorganisationen sagen dem illegalen Streaming den Kampf an. Unter dem Namen StreamSafe haben sich zahlreiche Akteure aus der Sport- und Unterhaltungsbranche zusammengeschlossen – darunter Clubs, Ligen, TV-Sender und Medienunternehmen. Gemeinsam wollen sie die Schweizer Bevölkerung für die negativen Folgen illegaler Streaming-Angebote sensibilisieren.

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Die Aufklärungskampagne von StreamSafe © StreamSafe

Über 630'000 Menschen! So viele nutzen in der Schweiz laut einer aktuellen Studie der Audiovisual Anti-Piracy Alliance (AAPA) illegale IPTV-Dienste. Das entspricht 9,4 % der Schweizer Bevölkerung zwischen 16 und 74 Jahren und liegt damit leicht über dem europäischen Durchschnitt von 8,9 %. Illegales Streaming ist längst ein globales Problem – und auch in der Schweiz weit verbreitet.

Schweizer Clubs zahlen einen hohen Preis

Allein 2025 entgingen den legalen Anbietern dadurch potenziell über 70 Millionen Franken Umsatz. Geld, das letztlich auch bei den Schweizer Sportligen fehlt, da die Einnahmen der Sender einen direkten Einfluss auf den Wert der TV-Rechte haben. Claudius Schäfer, CEO der Swiss Football League, bringt es auf den Punkt: «Die Einnahmen aus den Medienrechten sind eine wichtige Grundlage für die Entwicklung des Schweizer Profifussballs. Illegales Streaming gefährdet diese Einnahmen und schadet damit letztlich den Klubs und dem gesamten Sport.». Denis Vaucher, CEO der National League, geht noch einen Schritt weiter: «Die National League lebt von ihren Fans und von starken Partnerschaften. Mit illegalem Streaming werden unseren Klubs Mittel entzogen, die insbesondere auch für den Nachwuchs wichtig sind.»

Dass die TV-Rechte der Brack Super League und der National League in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren haben, dürfte kaum ein Zufall sein. Passend dazu lautet der zentrale Slogan der Kampagne: «Schiesse kein Eigentor!» Zahlreiche Schweizer Profisportler und Clubs unterstützen die Initiative und verbreiten die Botschaft über ihre Social-Media-Kanäle.

Auch für die Nutzer lauern Gefahren

In ihrer Medienmitteilung warnt die StreamSafe-Allianz auch vor den Risiken für die Konsumentinnen und Konsumenten. Wer illegale IPTV-Dienste nutzt, gibt häufig sensible Daten preis – etwa E-Mail-Adressen, Passwörter oder Kreditkarteninformationen. Diese können in die falschen Hände geraten und für Hackerangriffe, Identitätsdiebstahl, Phishing oder betrügerische Abbuchungen missbraucht werden.

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Morten Solbakken, Executive Vice President von NAGRAVISION, warnt: «Illegales Streaming mag für Konsumentinnen und Konsumenten zunächst verlockend erscheinen. Doch es schadet nicht nur den Rechteinhabern, sondern birgt auch zahlreiche unangenehme Überraschungen, etwa Phishing, Hackerangriffe und manipulative Inhalte.». Seine Botschaft ist unmissverständlich: «Denn letztlich stellt sich die Frage: Kann man Dieben wirklich vertrauen?»

Millionenverluste auch für die Schweizer Staatskasse

Die Studie beleuchtet zudem die Folgen für die öffentlichen Finanzen. Durch entgangene Mehrwert- und Unternehmenssteuern sollen der Schweiz jährlich fast 6,8 Millionen Franken verloren gehen. Hinzu kommen 833 direkte und indirekte Arbeitsplätze, die dem Schweizer Arbeitsmarkt durch die Piraterie potenziell entgehen. Cyril Wick, CEO von blue Entertainment AG, erinnert daran, was dabei auf dem Spiel steht: «Qualitativ hochwertiger Sport und erstklassige Unterhaltung entstehen nicht von selbst, sie brauchen ein funktionierendes Ökosystem, das in Inhalte, Technologie und Talente investiert.»

Gibt es beim illegalen IPTV also überhaupt Gewinner? Für LALIGA-Präsident Javier Tebas ist die Antwort klar: «Audiovisuelle Piraterie ist weder ein lokales Problem noch ein Verbrechen ohne Opfer: Sie ist eine globale Bedrohung, die den Clubs, den Spielern und dem gesamten Fussball-Ökosystem Ressourcen entzieht, vom Spitzen- bis zum Breitensport.»

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