Gianni Infantino bleibt trotz der Kritik am Privatisierungsplan im Amt. Die FIFA kündigte eine Überprüfung der Vorgänge an und bat für Fehler um Entschuldigung.
Die FIFA hat ihrem Präsidenten Gianni Infantino nach den Turbulenzen um das Projekt FIFA Forward Enterprise (FFE) öffentlich den Rücken gestärkt. Nach einem Krisentreffen in Rabat erklärte der Weltverband, dass die Führungsebene weiterhin geschlossen hinter dem Schweizer stehe.
"Im Anschluss an ein Treffen in Rabat (Marokko) bekräftigten der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der FIFA-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino - den einzigen Amtsträger, der von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählt wurde", teilte die FIFA mit.
Infantino war zuvor beim Afrika-Cup-Gruppenspiel der Frauen zwischen Malawi und Sambia im Stade El Barid in Rabat auf der Tribüne gesichtet worden. Neben ihm sass FIFA-Generalsekretär Mattias Grafström, der sich laut Medienberichten zuvor intern von Infantino distanziert haben soll.
FIFA und Infantino unterstützen sich gegenseitig
Der Weltverband betonte zugleich, dass auch Infantino seinerseits hinter der FIFA-Verwaltung stehe. Der Präsident habe "seine volle Unterstützung für den FIFA-Generalsekretär und die FIFA-Administration sowie für deren notwendige und hervorragende Arbeit bei der Umsetzung seiner Vision" bekräftigt.
Im Mittelpunkt der Debatte steht das mittlerweile gestoppte Projekt FIFA Forward Enterprise (FFE). Dabei handelte es sich um einen umstrittenen Investoren- und Privatisierungsplan, der innerhalb des Weltverbands deutliche Kritik ausgelöst hatte.
Weltverband räumt erstmals Fehler ein
Erstmals räumte die FIFA nun Fehler im Umgang mit dem Vorhaben ein. Beim Projekt seien "Fehler unterlaufen", erklärte der Verband. Zudem herrsche Einigkeit darüber, "dass es nicht die Absicht war, dem FIFA-Rat und den FIFA-Mitgliedsverbänden das Gefühl zu geben, vom Prozess ausgeschlossen zu sein, und dass das Verfahren anders hätte gehandhabt werden müssen."
In einem separaten Schreiben an den FIFA-Rat und die Mitgliedsverbände bat die FIFA für die Vorgänge um Entschuldigung. Demnach wurde zugesichert, "dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen werden."
Gleichzeitig ging der Weltverband offensiv gegen Kritiker vor. Die FIFA kritisierte den Umgang mit dem Thema in der Öffentlichkeit und erklärte: "Die FIFA wird keinerlei Angriffe auf ihre Integrität dulden und alle erforderlichen Massnahmen ergreifen, um ihren Ruf zu verteidigen."
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