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"Paralympics in der Schweiz würden eine Generation inspirieren"

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Die Eröffnungsfeier der Paralympics 2038 - wenn die Schweiz den olympischen Zuschlag erhält - würde in Bern stattfinden © KEYSTONE/AP/ANTONIO CALANNI

In zwölf Jahren will die Schweiz die erste Gastgeberin sein, die Olympische und Paralympischen Spiele nicht in einer Region, sondern im gesamten Land austrägt. Ende 2027 wird entschieden, ob sie den Zuschlag erhält.

Es ist ein grosses Projekt, das die Schweiz plant: Olympische und Paralympische Spiele im eigenen Land. 2038 soll es soweit sein, und einer der grössten Sport-Events der Welt soll erstmals in einem ganzen Land stattfinden.

Dies dank einer neuen Regelung des IOC, die es zulässt, dass auch ganze Länder die Spiele austragen dürfen - nicht mehr nur Städte und Regionen. Mailand-Cortina 2026 hat ein erstes Mal gezeigt, wie Winterspiele auch dezentral funktionieren können. Das Konzept der Italiener hat Lust auf mehr gemacht.

Gerade für den Para-Sport könnten Spiele in der Schweiz positive Auswirkungen haben. Christof Baer, Präsident von Swiss Paralympic, sagt: "Paralympische Spiele in der Schweiz könnten eine ganze Generation inspirieren, Menschen mit Behinderung für Bewegung, den Breiten- und Leistungssport begeistern und den Para-Sport im ganzen Land noch sichtbarer machen."

Doch es dauert noch etwas mehr als anderthalb Jahre, bis die Schweiz weiss, ob sie den Zuschlag für die Winterspiele in zwölf Jahren erhält. "Für gewisse Athleten, die in diesem Jahr dabei waren, ist 2038 natürlich ein Thema, für andere aber nicht", so Tom Reulein, der Schweizer Delegationsleiter.

Es sei aktuell noch zu früh, um so weit in die Zukunft zu planen, zwischen heute und 2038 läge noch eine ganze Generation. Aber: "Wir haben die Expertise, das Know-How, wie sich Medaillen gewinnen lassen. Das geht nicht so schnell verloren", sagt Reulein.

Die Paralympics würden sich auf vier Wettkampforte begrenzen: Genf für Curling, Lausanne für Eishockey, in St. Moritz fänden Ski alpin und Snowboard statt, in Lenzerheide Biathlon und Langlauf. Die Eröffnungsfeier wäre in Bern geplant.

Mit den Spielen im gesamten Land statt nur in einer Region will die Schweiz den Zusammenhalt der vier Sprachregionen stärken - und die Nachhaltigkeit fördern, indem bestehende Infrastrukturen genutzt werden.

"Die Vorbereitung und Durchführung der Spiele könnten Strukturen, Infrastruktur und gesellschaftliche Offenheit nachhaltig stärken", so Baer. Doch dieses Potenzial entfalte sich nicht von selbst. "Es braucht eine bewusste Nutzung der zehnjährigen Vorbereitung und gezielte Investitionen in nachhaltige Entwicklungen im Para-Sport."

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