Peter Knäbel vor Wahl zum SFV-Präsidenten
Am Samstag wird in Ittigen der neue Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbandes (SFV) gewählt. Als einzig verbliebener Kandidat wird Peter Knäbel die Nachfolge von Dominique Blanc antreten.
Peter Knäbel wurde im Oktober von der Swiss Football League (SFL) als Kandidat portiert. Der 58-Jährige trat damals als Aussenseiter an, denn die Amateurliga des SFV - auf die 47 der 101 Delegiertenstimmen fallen - hatte schon fünf Monate davor Sandro Stroppa als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Auch Blanc und dessen Vorgänger Peter Gilliéron (2009 bis 2019) kamen aus dem Amateur-Lager.
Nachdem sich im April neben der SFL (28 Stimmen) auch die Erste Liga (26 Stimmen) für Stroppas Gegenkandidaten ausgesprochen hatten, zog sich der Zürcher zurück und sicherte Knäbel seine Unterstützung zu.
Der in Solothurn lebende schweizerisch-deutsche Doppelbürger Peter Knäbel bringt Erfahrung auf allen Ebenen des Fussballs mit. Seine Profikarriere in Deutschland und in der Schweiz beendete er 1999 mit dem Aufstieg des FC Winterthur als Spielertrainer in die damalige NLB. Als Funktionär wirkte er unter anderem von 2009 bis 2014 als Technischer Direktor des SFV. Im Oktober 2014 übernahm Knäbel die Position des Direktors für den Profifussball beim Hamburger SV. 2018 folgte der Wechsel zu Schalke 04, wo er dem Vorstand angehörte. Zuletzt war er als Fussballexperte bei SRF tätig.
Für Knäbel steht fest, "dass sich der Schweizer Fussball nach einer langjährigen Erfolgsperiode aktuell in einer Seitwärts- oder sogar Abwärtsbewegung befindet", wie er in einem Interview mit "Blick" sagte. Er will dieser Entwicklung mit frischen Impulsen entgegentreten und nicht zuletzt die Nachwuchsförderungskonzepte, die er während seiner Zeit im SFV verantwortet hatte, analysieren und "aufs nächste Level heben".