Der Titelkampf könnte neue Spannung bekommen: Verstappen und Russell präsentierten sich stark, Antonelli erwischte dagegen einen schwierigen Trainingsauftakt.
Max Verstappen und George Russell haben den Auftakt der Formel 1 in Malaysia dominiert - beim Comeback auf der Strecke in Sepang wirkte WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli am Freitag dagegen erneut angreifbar. Verstappen drehte in seinem Red Bull die schnellste Runde des ersten freien Trainings, er war dabei fast vier Zehntelsekunden schneller als Russell im Mercedes. Hinter dem Engländer tat sich aber eine noch grössere Lücke auf. Sein Teamkollege Antonelli landete mit gut einer Sekunde Rückstand nur auf Rang fünf. Der junge Italiener geht mit 66 WM-Punkten Vorsprung auf Russell ins Rennwochenende.
Malaysia ist am Sonntag (9:00 Uhr LIVE bei Sky Sport) Schauplatz des Grossen Preises von Bahrain, diese ungewöhnliche Konstellation ergibt sich aus der Absage im Frühjahr 2026. Aufgrund des Konflikts in der Region konnte das Rennen damals nicht stattfinden und bis heute nicht nachgeholt werden, daher fungiert Bahrain nun in Sepang als Gastgeber. Damit kehrt die Formel 1 nach neun Jahren auf die Strecke nahe Kuala Lumpurs zurück, 12 der 22 Piloten fahren erstmals auf dem beliebten Kurs.
Verstappen vertraut auf Erfahrung
Zu denen, die Sepang bereits kannten, gehört Verstappen, und der Niederländer kam zum Auftakt bestens zurecht - sowohl auf eine schnelle Runde als auch in der Rennsimulation. Der viermalige Weltmeister stand zuletzt regelmässig auf dem Podest, wartet aber noch auf seinen ersten Sieg in diesem Jahr. "Mindestens einen" will er noch holen, sagte er am Donnerstag: Noch nie hat Verstappen im Red Bull eine Saison ohne Rennsieg erlebt.
Russell indes schöpfte durch seinen Erfolg am vergangenen Wochenende in Baku wieder ein wenig Hoffnung im Titelkampf, er braucht in Malaysia nun dringend das nächste Erfolgserlebnis, um wirklich Druck auf Antonelli aufbauen zu können. In den Rennsimulationen am Freitag machte der mit einigen Updates ausgestattete Mercedes allerdings noch keinen grossen Eindruck: Red Bull und auch Ferrari wirkten schneller, alle Teams kämpften mit dem Reifenverschleiss.