Nasses Wetter, schwierige Bedingungen und Erinnerungen an das Software-Chaos von Malaysia: Vor dem Rennen in Interlagos richtet sich der Blick nicht nur auf die Strecke, sondern auch auf die Technik. Während die FIA nach dem Debakel vor wenigen Wochen nachgebessert hat, gibt sich Max Verstappen demonstrativ locker.
Max Verstappen blickt den möglicherweise schwierigen Wetterbedingungen beim Grossen Preis von Brasilien gelassen entgegen. Vor dem Rennen in São Paulo scherzte der Weltmeister über die technischen Probleme, die die Formel 1 zuletzt bei Regen in Malaysia beschäftigt hatten. "Ich habe ein Antivirenprogramm in meinem Auto installiert, also wird mir nichts passieren."
Anfang Oktober war es beim Grand Prix von Malaysia unter nassen Bedingungen zu erheblichen Schwierigkeiten gekommen. Mehrere Boliden konnten auf der Formationsrunde nicht mehr richtig beschleunigen, einige Fahrzeuge blieben sogar auf der Strecke stehen.
Grosses Chaos bei Malaysia-GP
Hintergrund waren spezielle Software-Einstellungen für die neuen Hybridantriebe, die bei starkem Regen angepasst werden mussten. Die Veränderungen führten letztlich zu den Problemen und sorgten dafür, dass das Rennen mit mehr als anderthalb Stunden Verspätung gestartet wurde. Der Automobil-Weltverband FIA leitete anschliessend eine Untersuchung ein und arbeitete Massnahmen aus, um eine Wiederholung des Vorfalls zu verhindern.
Genau das wird nun in Brasilien erneut auf die Probe gestellt. Für das Rennwochenende auf dem traditionsreichen Kurs von Interlagos sind erneut Regenfälle angekündigt.
Auch Fernando Alonso geht davon aus, dass die Probleme inzwischen gelöst wurden. "Ich glaube, dass die Probleme nach Malaysia verstanden wurden. Ich hoffe, dass alles repariert ist." Ob das tatsächlich der Fall ist, dürfte sich spätestens beim Rennstart zeigen. Sollte der Regen wie prognostiziert einsetzen, wartet auf Teams, Fahrer und Technik in Interlagos die nächste grosse Bewährungsprobe.