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Schweizer bauen nach Startfurioso ab, gewinnen aber 4:0

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Timo Meier beim 3:0 - mit zwei Toren führte er die Schweiz im Finish doch noch zu einem klaren 4:0-Erfolg über Frankreich © KEYSTONE/AP/Mike Segar

Das Eishockey-Nationalteam gewinnt in Mailand das erste Spiel des Olympia-Turniers gegen Frankreich 4:0. "Fast alles ist aufgegangen", so Torhüter Leonardo Genoni am Ende. Am Freitagabend folgt gegen Kanada der erste Härtetest.

Was für ein Auftakt! Die Schweizer starteten furios in die Partie. Sie spielten glänzend und führten nach 186 Sekunden schon 2:0. Es hätte zu dem Zeitpunkt sogar schon 3:0 stehen können, denn nach nur acht Sekunden rutschte der Puck nach einem Goalie-Fehler und einem Schuss von Jonas Siegenthaler knapp am französischen Gehäuse vorbei. Damien Riat brachte schliesslich die Schweiz nach 55 Sekunden im ersten Überzahlspiel in Führung. Und nach drei Minuten erhöhte Verteidiger Janis Moser von den Tampa Bay Lightning mit einem Solo auf 2:0.

So gut der Beginn war, so stark bauten die Schweizer danach bis zur 50. Minute ab. Jordann Perret besass die erste Möglichkeit zum Anschlusstreffer, weil Timo Meier den Puck überheblich verlor. Zu Beginn des zweiten Abschnitts gab es beinahe ein Eigentor von Andrea Glauser. Es folgten drei weitere französische Grosschancen bis zur 30. Minute - und unnötige Schweizer Strafen durch Fouls in der neutralen Zone und sogar in der Angriffszone.

"Es war noch nicht alles perfekt", so Timo Meier. "Wir leisteten uns zu viele Strafen, was gegen andere Gegner ins Auge gehen kann. Aber wichtig war, dass wir dieses Startspiel gewinnen konnten." Meier verbesserte in den letzten zehn Minuten mit zwei Toren zum 4:0-Endstand die Ausgangslage markant.

Noch ist nicht abzuschätzen, ob dieses 4:0 gegen Frankreich für die Schweiz ein sehr gutes oder ein weniger gutes Resultat ist. Das WM-Silber-Team von Coach Patrick Fischer würde nur zu gern die Vorrunde auf Platz 1 oder als bester Gruppenzweiter abschliessen - und so den Achtelfinals aus dem Weg gehen. Für dieses Unterfangen kann die Tordifferenz wichtig werden. In Anbetracht der 2:0-Führung nach drei Minuten wäre gegen Frankreich mehr als 4:0 möglich gewesen.

Immerhin sorgte Leonardo Genoni - schon an der letzten WM in der K.o.-Phase der grosse Held - mit 27 Paraden dafür, dass den Schweizern jegliches Zittern erspart blieb. Entsprechend darf am Ende die Zufriedenheit überwiegen: Die Schweizer feierten erst ihren dritten Sieg in den letzten elf Olympia-Partien. Und an jenen Olympia-Turnieren, an denen NHL-Akteure teilnahmen, kamen die Schweizer nur 2014 in Sotschi gegen Lettland (1:0) ebenfalls zu einem Startsieg. Um am Freitagabend aber auch gegen Kanada bestehen zu können, müssen sich die Schweizer wohl noch steigern.

Mailand, Santagiulia Arena. - 10'627 Zuschauer. - SR Pochmara/Schrader (USA/GER), Davis/Murray (USA). - Tore: 1. (0:55) Riat (Andrighetto, Kurashev/Ausschluss Bellemare) 1:0. 4. Moser (Fora) 2:0. 51. Meier (Josi, Kukan) 3:0. 57. Meier (Moser, Fiala) 4:0. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 5mal 2 Minuten gegen Frankreich.

Schweiz: Genoni; Glauser, Josi; Kukan, Siegenthaler; Fora, Moser; Marti; Thürkauf, Hischier, Fiala; Niederreiter, Malgin, Andrighetto; Meier, Suter, Kurashev; Riat, Jäger, Bertschy; Schmid.

Frankreich: Keller; Gallet, Boscq; Cantagallo, Chakiachvili; Guebey, Crinon; Thiry; Douay, Addamo, Treille; Bertrand, Da Costa, Texier; Fabre, Bellemare, Perret; Rech, Boudon, Kevin Bozon; Dair.

Bemerkungen: Schweiz ohne Berni und Knak (beide überzählig), Schmid (Ersatzgoalie) und Berra (überzähliger Goalie). - Pfosten-/Lattenschüsse: 22. Lattenschuss Andrighetto. 51. Niederreiter. - Schüsse: Schweiz 43 (16-14-13); Frankreich 27 (11-8-8). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/5; Frankreich 0/4.

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