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Schweizer Nati: Drei mögliche Gegner, drei lösbare Aufgaben

Andy

Titelverteidiger Italien? Kroatien? Oder am Ende doch Albanien? Die Fussball-Schweiz kann heute Abend entspannt am TV schauen, auf wen Murat Yakin und die Nati am Samstag um 18 Uhr in Berlin im EM-Achtelfinal trifft.

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Wen wollen oder müssen sich Dan Ndoye und die Schweiz im Achtelfinal krallen? © KEYSTONE/AP Photo/Themba Hadebe

Die Schweizer haben die Pflicht mehr als erfüllt. Und müssen dem quasi in letzter Sekunde verpassten Sieg gegen Deutschland keine Träne nachweinen. Denn so befinden sie sich nicht in derselben Tableauhälfte wie die bislang überzeugenden Spanier, die im Viertelfinal in einem Hammerduell auf die Deutschen treffen – wenn beide ihre Achtelfinal-Hürde meistern. Murat Yakin und sein Team könnten sich im Viertelfinal mit den Engländern messen, werden sich aber hüten, so weit nach vorne zu blicken, sondern sich zuerst auf den Achtelfinal konzentrieren. Wo mit Italien, Kroatien oder Albanien eine schwierige, aber keinesfalls unlösbare Aufgabe wartet.

Die Ausgangslage im Kampf um Platz 2 in der Gruppe B, wo Spanien nicht mehr von der Spitze verdrängt werden kann, ist klar. Italien reicht im Spiel gegen Kroatien ein Punkt zur sicheren Achtelfinalqualifikation und Rang 2, Kroatien dagegen muss wohl gewinnen, um es in die K.o.-Phase zu schaffen. Bei einem Unentschieden und einer gleichzeitigen Niederlage Albaniens wären die Kroaten zwar Gruppendritte, aber mit zwei Punkten ist es nahezu ausgeschlossen, am Ende unter den vier besten Gruppendritten zu landen. Auch Albanien ist zum Siegen verdammt, wenn erstmals die Achtelfinals erreicht werden sollen. Doch die Spanier sind ein enorm harter Brocken, selbst wenn Coach Luis de la Fuente einige Stars schonen sollte.

Klar ist, dass die Schweizer vor keinem dieser drei Teams in Ehrfurcht erstarren müssen, wie ein kurzer Überblick zeigt.

Italien

Es ist die wahrscheinlichste Variante, dass es am Samstag zum nächsten Nachbarschaftsduell kommt. Und damit auch zum nächsten Highlight. Für Brisanz wäre definitiv gesorgt. An der EM 2021 liessen die Italiener auf dem Weg zum Titelgewinn der Schweiz in der Gruppe A keine Chance, siegten dank zwei Toren von Manuel Locatelli und einem Tor von Ciro Immobile mit 3:0 – in Deutschland sind diese beiden Spieler nicht dabei. In der folgenden WM-Qualifikation schlug die Schweiz dann aber zurück, trotzte den Italienern in beiden Direktduellen ein Remis ab, löste so das WM-Ticket – während die Squadra Azzurra im Playoff an Nordmazedonien scheiterte und die Reise nach Katar verpasste. 

Kroatien

Die Kroaten stehen mit dem Rücken zur Wand und müssen gegen die Italiener gewinnen und im Fernduell mit Albanien auf einen Sieg der Spanier hoffen oder im Vergleich mit den Albanern ihr Torverhältnis verbessern. Das technisch brillante, aber überalterte Mittelfeld um den 38-jährigen Luka Modric hat nach dem Vizeweltmeistertitel 2018 und Rang 3 an der WM 2022 die besten Tage hinter sich und flösst keine Angst mehr ein. Bislang hat die Schweiz viermal gegen Kroatien gespielt, einmal gewonnen (4:2 im Jahr 2012), einmal verloren (1:2 vor vier Jahren) und zweimal unentschieden gespielt, den einzigen Ernstkampf an der Euro 2004 inklusive (0:0).

Albanien

Für Rang 2 müssen die Albaner zwingend das bislang beeindruckende Spanien bezwingen – es ist eine Herkulesaufgabe. Schafft es Albanien tatsächlich auf Rang 2, kommt es zur ersten Direktbegegnung zwischen den beiden Teams seit der EM 2016, als die Schweizer im Startspiel dank eines Treffers von Fabian Schär 1:0 gewannen. Besonders brisant war dieser Match damals, weil die Brüder Granit und Taulant Xhaka aufeinandertrafen. Während Granit Xhaka heut als Captain der Leithammel der Schweiz ist, hat Taulant Xhaka 2021 den Rücktritt aus der albanischen Nationalmannschaft gegeben. Dennoch steckt noch viel Swissness im Team, dank Berat Djimsiti (beim FCZ fussballerisch gross geworden), Arlind Ajeti (ex FCB), GC-Legende Amir Abrashi, dem früheren YB-Junior Medon Berisha oder Nedim Bajrami (ex GC), die in der Schweiz aufgewachsen sind. Für Brisanz wäre also definitiv gesorgt…

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