Schweizer Podestserie reisst in Copper Mountain
Die Schweizer Podestserie im Riesenslalom reisst in Copper Mountain. Beim Ausfall von Marco Odermatt belegen Thomas Tumler, Loïc Meillard und Luca Aerni die Ränge 9, 18 und 19.
Der Österreicher Stefan Brennsteiner, der schon nach dem ersten Lauf vorne lag, feierte im Alter von 34 Jahren seinen ersten Weltcupsieg. Henrik Kristoffersen und Filip Zubcic komplettierten das Podest mit rund einer Sekunde Rückstand. Dem österreichischen Allrounder Marco Schwarz fehlten als Vierter zwei Hundertstel zum zweiten Podestplatz im zweiten Riesenslalom des Winters.
Während Marco Odermatt im ersten Lauf nach besten Zwischenzeiten ausschied, lag Thomas Tumler bei Halbzeit im 3. Zwischenrang. Der Bündner, der schon einige Male bewiesen hat, dass ihm die speziellen Bedingungen in Nordamerika liegen, büsste in der Entscheidung aber sechs Plätze ein. Im ersten Riesenslalom in Copper Mountain seit 49 Jahren riss damit auch die Schweizer Podestserie in der Basisdisziplin, die seit Oktober 2024 anhielt.
Loïc Meillard sucht weiter nach seiner Olympiaform. Der Slalom-Weltmeister und WM-Dritte im Riesenslalom lag bei Halbzeit an siebter Stelle, fiel im zweiten Lauf aber noch aus den Top 15. Luca Aerni, der dritte Schweizer im zweiten Lauf, belegte in der Endabrechnung direkt hinter dem Neuenburger den 19. Platz.
Für Marco Odermatt endete die eigene Podestserie im Riesenslalom nach vier Siegen und je zwei zweiten und dritten Plätzen. Der Dominator, dem in den letzten Tagen eine Grippe zu schaffen machte, legte 24 Stunden nach seinem Sieg im Super-G formidabel los und lag im ersten Lauf nach der zweiten von vier Zwischenzeiten rund vier Zehntel vor dem Rest, ehe er in einer Rechtskurve auf dem Innenski wegrutschte und im Schnee landete.
"Ein klassischer Innenski-Fehler, typisch für diesen Schnee hier. Schade, das passiert mir im Training eigentlich nie", sagte Odermatt im SRF-Interview. Mit Blick auf die zusätzliche Erholungszeit für die anstehenden Rennen in Beaver Creek von nächster Woche hielt sich sein Ärger in Grenzen. Verletzungen zog sich Odermatt keine zu.
Weiter geht es für Odermatt ab Sonntag mit den Trainings zur Beaver-Creek-Abfahrt vom nächsten Freitag. Am Wochenende des 6./7. Dezember folgen bei der zweiten Weltcup-Station des Olympia-Winters in den Rocky Mountains ein Super-G und ein Riesenslalom.