Schweizer Sportlerin und Sportler des Jahres 2025 gesucht
Mit drei Monaten Verspätung finden am Sonntagabend in Zürich die Sports Awards statt. Noch einmal richtet sich in der TV-Gala der Blick zurück auf das erfolgreiche Schweizer Sportjahr 2025.
Nach der kurzfristigen Verschiebung infolge der Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana wird die Ehrung der besten Schweizer Sportlerinnen und Sportler im gewohnten Rahmen nachgeholt. Doch die Sportwelt ist seither nicht stillgestanden.
Einige der Nominierten haben ihren Status in den letzten drei Monaten zementiert oder sogar ausgebaut - allen voran Franjo von Allmen, der mittlerweile als dreifacher Olympiasieger zu den ganz Grossen gehört. Um andere, wie die am Kreuzband operierte Lara Gut-Behrami, ist es hingegen ruhiger geworden.
Für die Wahl am Sonntag sollte dies keinen Einfluss haben, wird aber bei den Zuschauerstimmen wohl doch eine Rolle spielen. Massgebend bleiben grundsätzlich einzig die Leistungen im Zeitraum vom 1. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025. Es ist eine Wahl mit historischer Tragweite, bei der vor allem ein Name über allem schwebt: Marco Odermatt.
Der Nidwaldner steht vor einem Meilenstein, den vor ihm noch niemand erreicht hat. Schwingt der erfolgreichste Skirennfahrer der Gegenwart erneut obenaus, wäre es seine fünfte Auszeichnung in Folge zum Schweizer Sportler des Jahres. Damit würde er dem Rekordhalter Roger Federer, der siebenmal ausgezeichnet wurde, ein weiteres Stück näher rücken.
Odermatts Herausforderer kommen mit Franjo von Allmen und Loïc Meillard primär aus dem eigenen Lager. Ergänzt wird das alpine Trio durch Schwingerkönig Armon Orlik, Kunstturn-WM-Medaillengewinner Noe Seifert und den mehrfachen Schwimm-Weltmeister Noè Ponti.
Bei den Frauen verspricht die Ausgangslage gleichermassen Spannung, bei einer Dichte an Weltklasse wie selten zuvor. Lara Gut-Behrami, bereits dreifache Gewinnerin (2016, 2023, 2024), ist die einzige Nominierte ohne WM-Titel im Wahljahr. Alle fünf Herausforderinnen tragen WM-Gold im Gepäck.
Camille Rast als Slalom-Weltmeisterin, Mathilde Gremaud mit WM-Gold im Slopestyle, Alessandra Keller als Shorttrack-Weltmeisterin im Mountainbike, Marlen Reusser mit ihrem emotionalen Comeback-Titel im Zeitfahren sowie Ditaji Kambundji, die als erste Schweizer Leichtathletik-Weltmeisterin Sportgeschichte schrieb. Selten war die Dichte an Weltmeisterinnen in dieser Kategorie so gross.
Die Entscheidung fällt im Rahmen der TV-Gala, die von allen drei Landessendern übertragen wird und bei der das Publikum per Televoting mitbestimmt, wer am Ende Geschichte schreibt. Ebenfalls ausgezeichnet werden die besten Teams, Trainerinnen und Trainer, die herausragenden Persönlichkeiten des paralympischen Sports sowie der MVP des Jahres.