Servette mit fliegenden Fahnen in die Playoffs
Nach zwei - zumindest in der Schweizer Liga - enttäuschenden Jahren ist Servette zurück in den Playoffs. Das sind die Fakten der Vollrunde vom Donnerstag.
Den letzten Schritt machten die Servettiens mit einem 5:3-Heimsieg gegen Biel, sie sind damit in den letzten zwei Runden nicht mehr aus den Top 6 zu verdrängen. Für einmal trafen sogar nicht nur Suomi-Akteure. Seit der Olympiapause waren sämtliche Tore durch Finnen erzielt worden, das neunte zum 1:1 gegen Biel durch Jesse Puljujärvi. Danach jubelten aber Marco Miranda zum 2:1 sowie Josh Jooris, Simas Ignatavicius und Noah Rod vom 1:1 zum 5:2. Servette ist mit dem dritten Sieg in Folge rechtzeitig für die Playoffs in Form gekommen, Biel blieb aber immerhin auf Platz 10 oberhalb des unteren Strichs.
Strahlender Qualifikationssieger und dann Playoff-Finalist, doch in dieser Saison zeigt die Formkurve von Lausanne in die falsche Richtung. Nach der 2:6-Heimniederlage gegen den souveränen Leader Davos haben die Waadtländer seit dem 20. Dezember nur noch fünf von siebzehn Spielen gewonnen. Damit steht auch die direkte Playoff-Qualifikation noch nicht fest, der Vorsprung auf die siebtplatzierten Rapperswil-Jona Lakers beträgt nur noch fünf Punkte. Mit drei Toren und einem Assist machte der HCD-Captain Matej Stransky einen markanten Schritt Richtung Topskorer-König - er wäre der erste Davoser an der Spitze der Skorerliste in der National League oder NLA seit Lonny Bohonos vor 25 Jahren.
Wenn die SCL Tigers die Play-In verpassen, dann sind die "Special Teams" dran schuld. Schon die ganze Saison spielen die Langnauer in Über- und Unterzahl zu wenig effizient. Besonders gut kam das bei der 3:4-Heimniederlage gegen Fribourg-Gottéron zum Ausdruck: Langnau spielte achtmal Powerplay und erzielte bloss ein Tor. Gottéron machte aus seinen ersten vier Überzahl-Chancen drei Tore.
Die Rapperswil-Jona Lakers gewannen das Spektakelspiel mit zehn Toren gegen Kloten mit 6:4. Die Lakers können nach diesem Sieg nicht mehr auf Platz 9 zurückfallen und verfügen im Play-In sicher über zwei Chancen. Nicklas Jensen und Yannick-Lennart Albrecht erzielten je zwei Tore. Jensen, ein Olympia-Starter mit Dänemark, erzielte erst seine Saisontore Nummern 5 und 6.
Der Schlittschuhclub Bern besiegte Zug mit 2:1 nach Penaltyschiessen und hat das Play-In auf sicher. Nach Heimniederlagen gegen Kloten (1:2) und Biel (2:3) zwangen die Berner diesmal das Glück auf ihre Seite. Sandro Zurkirchen (28 Paraden) gewann das Goalie-Duell gegen Leonardo Genoni (24 Paraden), auch weil Zurkirchen drei Penaltys hielt, derweil Genoni mit drei Penaltys bezwungen wurde.
Die Hauptprobe für das Abstiegs-Playoff gewann Ambri-Piotta mit 3:2 nach Penaltyschiessen in Pruntrut gegen Ajoie. Ambri führte zweimal, Ajoie glich zweimal aus, im Penaltyschiessen kam Ambri zum Sieg. Ambri bräuchte weiter ein Wunder, um dem Abstiegs-Playoff noch zu entgehen. Der Rückstand auf Kloten beträgt zwei Runden vor Schluss fünf Punkte.
Ohne zu glänzen, siegten die ZSC Lions in Lugano mit 4:1. Bis zur 37. Minute stand die Partie 1:1, wobei sich Lugano nach dem Ausgleich Vorteile erspielte. Innerhalb von zweieinhalb Minuten machte Sven Andrighetto mit einem Doppelpack zum 3:1 (und seinen Saisontoren 16 und 17) alles klar.