Die erste weibliche Bundesliga-Trainerin äussert sich ausserdem zu ihrer grössten Stärke.
Marie-Louise Eta bei Sky Sport …
… über ihre Zukunft:
"Ich versuche, jetzt hier die Aufgabe so gut wie möglich zu machen und dann gehe ich auch davon aus, dass ich ab Sommer die Frauen übernehme. Deswegen mache ich mir über alles andere überhaupt keine Gedanken."
... darüber, wie sie mit der aktuellen Situation umgeht:
"Ich verstehe grundsätzlich, dass das ein Thema in der Gesellschaft und Öffentlichkeit ist, dass das Interesse gross ist. Für mich hat das aber nie eine Rolle gespielt. Es war vor zwei, drei Jahren auch schon ziemlich gross, gerade medial, was da passiert ist. Jetzt ist diese Welle noch einmal ein Stück grösser. Schön ist es, wenn es gesellschaftlich vielleicht eine Signalwirkung hat und die ein oder andere Tür dadurch mehr aufgeht. Vielleicht werden junge Mädchen und Frauen inspiriert, aber auch Menschen allgemein, dass einfach vieles möglich ist, was man manchmal vielleicht nicht denkt - darum ging es mir aber nie. Mir geht es um Fussball, um die Zusammenarbeit mit den Jungs und dem Staff, und darum, dass wir uns auf die Aufgabe konzentrieren, Stück für Stück das Beste herausholen und am Ende das Maximum an Erfolg erreichen."
... über ihre grösste Stärke, ihre Empathie:
"Wie gesagt: Zum einen geht es mir um das Fussballspiel. Ich liebe Fussball von klein auf. Gleichzeitig mag ich diesen Job, weil man mit Menschen zusammen ist, weil es einfach darum geht, sich weiterzuentwickeln, zusammenzuarbeiten und ein gemeinsames Ziel zu verfolgen. Das macht mir extrem viel Freude und eben auch, den Spieler nicht nur als Spieler zu sehen, sondern ihn kennenzulernen. Ich habe ein grosses Interesse an Menschen. Mich interessiert, was sie beschäftigt und wie man den Einzelnen erreichen kann. Der eine braucht eher diese Ansprache, der andere etwas anderes. Man kann nicht jeden gleich behandeln oder gleich abholen. Genau das macht den Job so spannend und schön."