Marco Rose, Niko Kovac, Pellegrino Matarazzo und Nenad Bjelica stehen in der Kritik. Doch welcher dieser vier Bundesliga-Trainer ist Wackelkandidat und muss sich ernsthaft Sorgen um seinen Job machen? Sky Sport macht den Check.
Niko Kovac (VfL Wolfsburg)
Die Zahlen beim VfL Wolfsburg lassen im Verhältnis zur Zielsetzung keinen Interpretationsspielraum. Platz elf in der Bundesliga, schon neun Punkte Rückstand auf die internationalen Ränge - da, wo die Wölfe eigentlich hinwollten. Bilanzen, die vor allem den Trainer ins Scheinwerferlicht rücken.
Niko Kovac und sein Team hatten Europa bereits in der vergangenen Saison knapp verpasst. Sky Reporter Sven Töllner stellt klar: "Der 52-jährige Coach hatte definitiv schon einmal mehr Kredit bei Fans und Vereinsführung."
Steht Kovac nun also ein Jobendspiel gegen Hoffenheim am kommenden Wochenende bevor? Töllner verneint und betont aber gleichzeitig: "Der Profifussball ist dynamisch." Kovac muss beim VfL also dringend liefern.
Pellegrino Matarazzo (TSG Hoffenheim)
Nur ein einziger Sieg aus den vergangenen zehn Bundesliga-Partien: Damit ist bei der TSG Hoffenheim niemand zufrieden. Und damit wächst selbstredend auch der Druck auf Trainer Pellegrino Matarazzo. Das anstehende Spiel in Wolfsburg kann dabei ein entscheidendes werden, wie Sky Reporter Dennis Bayer weiss.
"Ein Ultimatum gibt es in Sinsheim zwar nicht, aber sollte die TSG auch gegen den kriselnden VfL verlieren, wird sich die Führungsetage zusammensetzen und die Situation rund um den Coach noch einmal neu bewerten. Ausgang in diesem Fall: vollkommen offen", so Bayer.
Nenad Bjelica (Union Berlin)
Die Gerüchte, ob Union Berlin sich von Nenad Bjelica nach dessen Aussetzer gegen Leroy Sane trennen würde, rissen nicht ab. Ein Bekenntnis von Sport-Geschäftsführer Oliver Ruhnert am Rande der Partie gegen Darmstadt am vergangenen Sonntag blieb aus.
Nach Sky Informationen ist jedoch nicht geplant, dass man sich in der Hauptstadt von Bjelica trennt. Sky Reporterin Lisa de Ruiter stellt klar: "Nenad Bjelica bleibt definitiv Trainer von Union Berlin." Der 52-Jährige soll mit den Köpenickern die Klasse halten.
Marco Rose (RB Leipzig)
0:1, 2:3, 2:5: RB Leipzig steckt in einer handfesten sportlichen Krise. Zehn Spiele am Stück haben die Leipziger nicht mehr zu Null gespielt (zuletzt am 28. Oktober beim 6:0 gegen Köln). Zum ersten Mal in der Bundesliga überhaupt gab es für RB in zwei Spielen in Folge drei Gegentore oder mehr.
"Das werden jetzt unruhige Zeiten. Die Situation ist gefährlich", meinte zuletzt auch Sky Experte Didi Hamann. Sky Reporter Philipp Hinze ordnet mit Blick auf den Trainer ein: "Gewinnen sie am Wochenende gegen Union nicht, dann wird es nach hinten wirklich ein bisschen windig. Aber aktuell steht Marco Rose nicht zur Disposition". Die RB-Verantwortlichen haben weiter volles Vertrauen ins Trainerteam.