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Starkes Zuger Lebenszeichen gegen den Favoriten

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Der EV Zug setzt im Viertelfinal gegen Davos mit einem 5:2-Heimsieg ein kräftiges Lebenszeichen. Schafft er zum dritten Mal die Wende nach einem 0:3-Rückstand in einer Best-of-7-Serie?

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Auch unter dem Kanadier Benoit Groulx ging es lange für den EV Zug ähnlich weiter wie zuvor unter Michael Liniger © KEYSTONE/SAMUEL GOLAY

Als der Zuger CEO Patrick Lengwiler dem Team im Januar die Entlassung von Trainer Michael Liniger mitteilt und Nachfolger Benoît Groulx bekannt gibt, wählt er klare Worte: "Die Probleme in diesem Team gehen tiefer als nur der Trainer. Viel tiefer. Und ich frage euch, habt ihr ein gemeinsames Ziel? In letzter Zeit ist mein Eindruck, dieses Team ist tot."

Auch unter Groulx fehlt es der Mannschaft an Konstanz. Aber sie lebt definitiv, reagierte auf den desaströsen Auftritt zwei Tage zuvor in Davos (3:7) und das drohende Ausscheiden mit dem wahrscheinlich besten Drittel in dieser Saison (3:0). "Es half natürlich, dass wir nach 33 Sekunden ein Tor machten", sagt Routinier Raphael Diaz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. "Das gab Selbstvertrauen, und dann powerten wir weiter." Tomas Tatar, der Torschütze zum 2:0, ergänzte, dass der Puck diesmal für sie gesprungen sei. "In der zweiten Partie hier zu Hause haben wir auch schon gut gespielt, waren wir das bessere Team, und trotzdem haben wir irgendwie 0:2 verloren."

Über alle vier Partien gesehen wäre ein 2:2 in der Serie wohl das gerechtere Resultat. Doch hat Davos in der Qualifikation nicht umsonst mit 117 Punkten beinahe den Rekord der Zuger aus der Meistersaison 2020/21 (119) gebrochen. Die Selbstverständlichkeit in der Mannschaft ist gross, weshalb die Bündner immer wieder auch in Partien, in denen sie spielerisch schlechter waren, einen Weg zum Sieg fanden - eine Qualität, die Topteams auszeichnet.

Nichtsdestotrotz haben die Zuger nun Lunte gerochen. Das letzte Spiel hätten sie rasch abgehakt, sagt Tatar. Stattdessen hätten sie sich vorgenommen, alle positiven Aspekte aus den ersten beiden Partien mitzunehmen. "Ich glaube, genau das haben wir geschafft."

Hoffnungen ziehen die Zentralschweizer auch aus der Vergangenheit. Bislang konnte in den NLA-Playoffs fünfmal ein 0:3 gedreht werden, zweimal gelang dies dem EVZ - 2007 im Viertelfinal gegen die Rapperswil-Jona Lakers und 2022 im Final gegen die ZSC Lions. "Dass wir das in der Vergangenheit zweimal geschafft haben, ist sicher etwas Positives", sagt Diaz, der 2007 die Wende miterlebt hat. "Wir werden bis am Schluss mit Herzblut dabei sein und auch in Davos versuchen, wieder Vollgas zu geben."

Auch der HCD kam zweimal nach einem 0:3-Rückstand weiter - 2008 gegen Zug. Der Rekordmeister weiss also ebenfalls, wie schnell es in die andere Richtung gehen kann. Zudem hat der HCD in der Regular Season nie mehr als zwei Spiele in Serie verloren, während die Zuger nie mehr als zwei Partien in Folge gewonnen haben. Die Heimstärke spricht ebenfalls für die Davoser, die 25 der 28 Begegnungen vor heimischem Publikum in dieser Saison zu ihren Gunsten entschieden haben. Gegen Zug gewannen sie die letzten sechs Heimspiele mit einem Torverhältnis von 30:11.

"Vielleicht haben wir es uns etwas zu einfach vorgestellt, da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen", sah der Davoser Stürmer Yannick Frehner als möglichen Grund für den Fehlstart in Zug. "Wenn wir einfach, schnell und mit Zug aufs Tor spielen, dann können wir sie schlagen. Wir haben alle Vorteile auf unserer Seite." Weiter geht die Serie am Samstag.

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