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Traumtore entscheiden Rheinderby! El Mala vermiest Blessin-Debüt

Für Gladbach setzt sich die Krise fort. Köln gewinnt vor 50.000 Fans und verschafft Trainer René Wagner wichtige Ruhe.

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Der 1. FC Köln gewinnt das Rheinderby gegen Borussia Mönchengladbach. © Imago

Für Gladbach setzt sich die Krise fort. Köln gewinnt vor 50.000 Fans und verschafft Trainer René Wagner wichtige Ruhe.

Neu-Nationalspieler Said El Mala hat Alexander Blessin den Einstand bei Borussia Mönchengladbach versaut. Im 101. Rheinischen Derby der Bundesliga verlor die Borussia das erste Spiel unter dem neuen Trainer 1:2 (1:1) beim 1. FC Köln, die sportliche Krise am Niederrhein verschärft sich. Punktlos bleiben die Fohlen Liga-Schlusslicht.

Vor 50.000 Fans in Köln-Müngersdorf schoss Shootingstar El Mala die Gastgeber sehenswert zum Sieg (67.). Im ersten Durchgang hatte Gladbachs Verteidiger Joe Scally (39.) die sehenswerte Kölner Führung durch Isak Johannesson (26.) noch gekontert.

Blessin startet mit Derby-Dämpfer

Blessins Auftakt in Gladbach beginnt somit mit einem Dämpfer. Kölns René Wagner darf sich hingegen über eine nun wohl ruhigere Situation freuen. Der 38-Jährige stand nach zuletzt drei sieglosen Spielen bereits unter Druck.

Das Derby wurde in der zweiten Halbzeit nach Ausschreitungen unterbrochen. Gäste-Fans hatten nach dem 1:2 den Sicherheitszaun durchbrochen und sich dort Auseinandersetzungen mit Kölner Fans geliefert. Zudem wurden Raketen auf unbeteiligte Fans geschossen.

Besonders die Trainer standen vor dem Derby im Fokus. Einerseits Wagner, der nach vier Punkten aus vier Spielen "unter Beobachtung" (Express) stand. Intern spüre er aber "hundertprozentig" Vertrauen, hatte Wagner dem Kölner Stadt-Anzeiger gesagt: "Die Unterstützung ist da - aber der Kredit ist nicht unbegrenzt."

Das warnende Beispiel war ausgerechnet der Erzrivale. Nach vier sieglosen Spielen war für den Gladbacher Trainer Eugen Polanski Schluss. Sein Nachfolger Blessin plante bei seinem Pflichtspieldebüt eine Initialzündung: "Ich will aus der Scheisszeit eine gute Zeit machen."

Traumtore lassen Effzeh jubeln

Anders als beide Fanlager begannen die Teams zunächst ohne Feuerwerk. Sebastian Sebulonsen (13.) und Said El Mala (15./17.) vergaben die ersten nennenswerten Offensivaktionen für Köln. Nach einem Freistoss fiel die Führung für die Gastgeber: Gladbach köpfte eine Hereingabe aus dem Strafraum, direkt in die Füsse von Johannesson. Der Isländer setzte den Ball per Volley in den Winkel.

Der Schwung verpuffte allerdings schnell wieder. Nun wurde Gladbach etwas aktiver - und glich prompt aus. Weil der FC Scally bei einer Hereingabe sträflich frei im Fünfmeterraum liess, hatte der Borusse leichtes Spiel. Der anschliessende Jubel vor der Kölner Südkurve provozierte eine hitzige Derby-Atmosphäre.

Nach der Pause begann Köln deutlich druckvoller. Zweimal rettete Gladbachs Verteidiger Jan Leszczynski in höchster Not. Erst klärte er einen Kopfball von Jahmai Simpson-Pusey auf der Linie (52.), dann warf er sich in einen freien Abschluss von El Mala.

Der Kölner Shootingstar, der bis dato einen glücklosen Arbeitstag erlebte, blieb jedoch dran - und belohnte sich und den FC sehenswert mit einem Schlenzer. Gladbach rannte dem erneuten Rückstand wütend hinterher.

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