Die französischen Behörden untersagten eine Austragung am Sonntag. Hintergrund sind Sicherheitsbedenken nach den jüngsten Ausschreitungen und angekündigten Protesten im ganzen Land.
Das Topspiel der Ligue 1 zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Lyon muss kurzfristig verlegt werden. Der französische Ligaverband LFP gab bekannt, dass die Partie nicht am Sonntag stattfinden kann. Stattdessen treffen die beiden Teams nun am Montagabend um 20:30 Uhr im Pariser Parc des Princes aufeinander.
Grund für die Entscheidung ist die angespannte Sicherheitslage in Frankreich. Die Polizei hatte eine Austragung am ursprünglich geplanten Termin untersagt. Nach den landesweiten Ausschreitungen und Gewaltexzessen am vergangenen Wochenende rechnen die Behörden erneut mit umfangreichen Demonstrationen in Paris und weiteren Regionen des Landes.
Bereits vierte Verlegung am Wochenende
Die Verlegung soll sicherstellen, dass ausreichend Polizeikräfte für die öffentliche Sicherheit und die Kontrolle der Proteste zur Verfügung stehen. PSG, das als amtierender Champions-League-Sieger in die Partie geht, muss sich damit kurzfristig auf einen veränderten Spielplan einstellen. Der neue Termin bedeutet, dass die zehn (!) für den Ballon d'Or nominierten Spieler nicht an der feierlichen Zeremonie in London teilnehmen können.
Die Partie zwischen PSG und Lyon ist nicht die einzige Spielansetzung, die von den Sicherheitsmassnahmen betroffen ist. Nach Angaben der Liga handelt es sich bereits um die vierte Verlegung in Ligue 1 und Ligue 2 an diesem Wochenende. Die Behörden priorisieren aktuell die Einsatzplanung der Sicherheitskräfte angesichts der angekündigten Proteste.
Mehr zu den Autoren und Autorinnen auf skysport.de
Alle weiteren wichtigen Nachrichten aus der Sportwelt gibt es im News Update nachzulesen.