Verbandspräsident Gabriele Gravina tritt zurück
Das dritte Debakel in Folge zieht auch personelle Konsequenzen nach sich. Verbandschef Gravina und Sportchef Buffon hören auf. Unklar ist, ob es mit Nationaltrainer Gattuso weitergeht.
Zwei Tage nach dem erneuten Scheitern in einer WM-Qualifikation gibt es erste personelle Konsequenzen im italienischen Fussballverband FIGC. Der Sportdirektor und frühere Weltklasse-Torwart Gianluigi Buffon sowie Verbandspräsident Gabriele Gravina sind von ihren Ämtern zurückgetreten.
Er sei gebeten worden, seine spontanen Rücktrittsgedanken unmittelbar nach dem 1:4 im Elfmeterschiessen im Playoff-Duell mit Bosnien-Herzegowina zu überdenken, schrieb Buffon (48) in einem Instagram-Post: "Nun, da Präsident Gravina zurückgetreten ist, fühle ich mich frei das zu tun, was ich für verantwortungsvoll halte." Trotz aller Überzeugung und Bemühungen sei es ihm im Team nicht gelungen, Italien wieder zu einer WM zu führen.
Zuvor war bereits Gravina als Verbandspräsident zurückgetreten. Der 72-Jährige hatte massiv unter Druck gestanden, sogar aus der Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni war er zum Rücktritt gedrängt worden. Der viermalige Weltmeister Italien hat sich zum dritten Mal in Folge nicht für eine Fussball-WM qualifizieren können.
Die Nachfolge an der Spitze des Verbandes soll nach einer Mitteilung am 22. Juni geregelt werden - also während der WM in den USA, Kanada und Mexiko. Offen ist, ob Nationaltrainer Gennaro Gattuso weitermachen darf. Der 48-Jährige, der bei Italiens Titelgewinn bei der WM 2006 in Deutschland als Spieler dabei war, ist ebenfalls sehr umstritten. Einige Medien berichten, dass sein Abschied sehr wahrscheinlich ist.