skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
News Fussball

Vor dem Klassiker: Füllkrug offenbart Dortmunds Schwächen

Der Ex-BVB-Stürmer drehte im Pokalspiel mit einem Doppelpack beinahe einen Zwei-Tore-Rückstand für Werder Bremen, ehe Marcel Sabitzer den Dortmundern in letzter Sekunde doch noch das Achtelfinal-Ticket sicherte. Vor dem Bundesliga-Klassiker beim FC Bayern bleiben jedoch einige Fragezeichen.

media_api_sky_de_73896156ae200a8c6c52
Niclas Füllkrug (r.) hat gegen den BVB erneut getroffen. © Imago

Der Ex-BVB-Stürmer drehte im Pokalspiel mit einem Doppelpack beinahe einen Zwei-Tore-Rückstand für Werder Bremen, ehe Marcel Sabitzer den Dortmundern in letzter Sekunde doch noch das Achtelfinal-Ticket sicherte. Vor dem Bundesliga-Klassiker beim FC Bayern bleiben jedoch einige Fragezeichen.

Niclas Füllkrug trottete nachdenklich im Dortmunder Nieselregen vom Platz, als die Fans den BVB schon auf den Bundesliga-Klassiker einstimmten. "Zieht den Bayern die Lederhosen aus", schallte es von der Südtribüne, vor der die Borussen hüpften - eher erleichtert als euphorisiert.

Denn ihr Ex-Kollege war wieder als Spielverderber aufgetreten. Auch wenn ein Last-Second-Tor von Marcel Sabitzer zum 3:2 (2:0) gegen Werder Bremen den Einzug ins Pokal-Achtelfinale perfekt machte - selbst als Kurzarbeiter hatte Füllkrug Dortmunder Schwächen aufgezeigt, die beim Gipfeltreffen am Samstag (ab 18.30 Uhr LIVE & EXKLUSIV bei Sky Sport) in München beim punktgleichen Tabellenführer bitter bestraft werden könnten.

Dortmund im "Verwaltungsmodus"

"Die Fans müssen auch was kriegen für ihr Geld", sagte Torhüter Gregor Kobel am ZDF-Mikro und versuchte es mit Humor: "Wir haben souverän geführt, da dachten wir: Komm, machen wir's ein bisschen spannend." Dafür war neben dem Dortmunder "Verwaltungsmodus", wie BVB-Sportdirektor Ole Book kritisierte, vor allem Füllkrug zuständig: Wegen "Belastungssteuerung", so Werder-Sportchef Clemens Fritz, gerade erst eingewechselt, glich der Bremer Torjäger mit einem souverän verwandelten Foulelfmeter (65.) und einem platzierten Distanzschuss (69.) den frühen 0:2-Rückstand aus. Vor allem beim 2:2 nach Beinschuss gegen Waldemar Anton und Solo von der Mittellinie war dem 33-Jährigen sein Alter nicht anzumerken.

Dass er im neunten Pflichtspiel nach der Rückkehr zu Werder sein Torkonto bereits auf elf Treffer aufstockte, wollte Füllkrug nicht thematisieren. Warum er nach zwei enttäuschenden Jahren in England und Italien jetzt wieder ständig treffe, wisse er "auch nicht, aber darum geht's nicht", sagte er bei Sky. Die Loblieder sangen andere, etwa BVB-Trainer Niko Kovac: "Er hat einen absoluten Lauf, er trifft auch durchs Nadelöhr." Bei Füllkrug überwog der Ärger, den Dortmunder "Zitterfuss" nach dem Ausgleich nicht ausgenutzt zu haben, "da hätten wir das Spiel auf unsere Seite ziehen können".

In München "muss alles funktionieren"

Das Deja-vu nach dem 2:2 in der Bundesliga vor zweieinhalb Wochen, als Füllkrug in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt hatte, verblasste am Ende - weil Sabitzer in der letzten Minute der Nachspielzeit (90.+3) ein "Geniestreich" gelang, den Kapitän Nico Schlotterbeck eigentlich gar nicht hatte sehen wollen. Denn bei dem Freistoss aus halblinker Position hatte er eine Flanke gefordert, Sabitzer hörte aber auf den Trainer, der von aussen rief: "Schiess!"

So feierte Dortmund trotz des Spielverderbers Füllkrug am Ende doch und richtete nach dem ersten Pokalerfolg gegen Werder seit 2008 den Blick auf den FC Bayern. "Heute brauchen wir noch ein bisschen, um die Emotionen sacken zu lassen", sagte Kobel, "ab morgen gibt's Vollgas, damit wir am Wochenende das Gesicht der ersten Halbzeit zeigen." Da hatte der BVB mit hohem Pressing und frühen Toren von Serhou Guirassy (6.) und Carney Chukwuemeka (17.) total dominiert.

In München, wo Dortmund in den letzten zwölf Jahren in der Bundesliga nur einmal gewann, "muss alles funktionieren", betonte Anton, "muss jeder da sein". Denn wenn man so auftrete wie in der "wilden" zweiten Halbzeit, mahnte Kovac, "wird es sicherlich schwierig".

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2026. Erstellt von EWM.swiss