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"War ein charakterbildendes Wochenende für uns"

Sky Sport fasst alle Stimmen zum Rennen beim GP von Miami zusammen.

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Nico Hülkenberg und Audi erleben in Miami ein Wochenende zum Vergessen. © DPA pa

Sky Sport fasst alle Stimmen zum Rennen beim GP von Miami zusammen.

Kimi Antonelli (Rennsieger Mercedes) ...

… zum Rennen: "Der Start war nicht ganz so schlecht wie gestern. Ich hätte nicht gedacht, dass Charles so früh bremst, dann habe ich hinten blockiert. Danach hatte ich natürlich Glück. Später habe ich einen kleinen Fehler beim Energy Management gemacht, als ich versucht habe, Charles zu überholen. Das war nichts. Aber dann konnte ich eng dranbleiben. Wir haben einen tollen Undercut hingelegt und ich habe es nach Hause gebracht. Es war aber nicht einfach."

… zum historischen Sieg: "Das ist erst der Anfang. Es ist noch ein langer Weg vor uns. Wir arbeiten wirklich hart, und das Team arbeitet fantastisch. Ohne das Team wäre ich nicht hier. Also grosses Danke an das Team und an meine Familie. Ich werde diesen Sieg geniessen und dann geht es zurück an die Arbeit. Bald kommt Kanada."

Lando Norris (McLaren) ...

… zum Rennen: "Es sind gemischte Gefühle. Wir haben diesen Undercut erlitten. Wir hätten früher an die Box kommen sollen. Kimi ist stark gefahren, also Chapeau. Wir haben ein gutes Rennen gefahren. Hier macht man in diesen Bremszonen leicht Fehler, aber er hat keine gemacht, die ich nutzen konnte. Als Team sind wir happy. Klar, ich hätte hier in Miami gerne gewonnen, es wäre möglich gewesen. Zum Schluss hatte ich nicht mehr die Pace, um ihn zu holen. Wir halten den Kopf hoch, es kommt noch einiges."

… zum ersten Rennen nach den Regelanpassungen: "Es war auf jeden Fall gut. Ich habe das Racing wirklich genossen. Da hat sich einiges verbessert, manches ist noch unverändert. Heute ging es darum, wer die wenigsten Fehler macht und wer in den richtigen Bereichen gut pushen kann. Wenn ihr euch amüsiert habt, dann freue ich mich natürlich. Man muss auch taktisch fahren beim Batterieeinsatz. Da kann es passieren, dass du an der falschen Stelle mal zu wenig Power hast. Aber das Team hat das ganze Wochenende einen guten Job geleistet. Ich bin stolz auf alle, wir haben Fortschritte gemacht."

Oscar Piastri (McLaren) ...

… zum Rennen: "Es war nicht gerade das einfachste Wochenende. Das Qualifying war für uns beide ein bisschen Chaos. Aber die Pace war heute wieder recht ermutigend. Ein paar Überholmanöver, zum Schluss noch ein später Angriff. Das war unter diesen Bedingungen absolut schwierig. Danke an das Team. Wir haben definitiv einen Schritt nach vorne gemacht bei der Performance. Es ist schön, das so zu sehen."

… zum nächsten Rennen in Kanada: "Wir haben hier gezeigt: Wenn wir eine gute Trackposition haben, können wir die auch halten. Wir waren in Japan schon gut dran und haben jetzt noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht. Wir hoffen, dass es in Kanada so weitergeht. Ich freue mich auf die Zukunft."

Toto Wolff (Teamchef Mercedes) ...

… zum Sieg von Kimi Antonelli: "Unglaublich. Für mich war das heute das beste Rennen, das er bisher gefahren ist. Das Auto war von den Upgrades her nicht auf dem Stand, auf dem McLaren war. Für mich war das entscheidende Manöver einfach, nach dem Stopp von Norris sofort an ihm vorbeizugehen. Dann hat er dem Druck standgehalten. Das war auch gut."

… zu George Russell: "George war hier auf dem falschen Fuss, weil der Asphalt so glatt ist. Es war nie ein gutes Rennen für ihn. Ich bin überzeugt davon, dass wir beim nächsten Mal schon ganz anders aussehen."

… zu Antonellis Entwicklung: "Kimi ist jetzt richtig ins Fahren gekommen. Man sieht, er macht weniger Fehler. Die Track Limits müssen wir ihm irgendwie noch rausklopfen, aber ansonsten ist er schon ganz stark."

… zu Russells Problemen in Miami: "Es wird immer Rennen geben, in denen du einmal stärker und einmal schwächer bist. Das kann genauso schnell wieder in die andere Richtung schwingen. Sie sind beide richtig gut. Ich bin happy, dass wir die beiden im Team haben."

… zu den Track Limits von Antonelli: "Die Strafe gestern hätten wir uns sparen können. Aber er pusht das Limit. Lieber hole ich mir einen zurück, der übers Limit fährt. Ich habe Bono gesagt: Wenn er noch einmal ein Track Limit macht, dann funke ich ihn an. Das war dann Gott sei Dank nicht notwendig."

… zum Start von Antonelli: "Gar nicht gut. Das geht auch nicht, wenn du eine WM gewinnen willst. Dann musst du bei den Starts gut wegkommen. Das geht voll aufs Team, das ist nicht der Fahrer. Beide verlieren. Das geht nicht. Das müssen wir in den Griff kriegen. Dem haben wir jetzt schon viel zu lange zugeschaut."

… zu den Updates: "Es kommt ein bisschen was. Das grössere Update kommt in Kanada. Jetzt müssen wir schauen, dass es auch funktioniert. Auf dem Papier ist es immer leicht zu sagen, man sei jetzt drei oder vier Zehntel schneller. Aber dann muss es auf der Bahn oder auf der Stoppuhr auch so aussehen."

… zur Untersuchung gegen George Russell: "Ich habe mir das angeschaut. Ich weiss nicht, was da sein soll. Ich glaube, es sollte nichts sein. Ich hätte es nicht so gesehen. Da geht es auch um gar nichts. Da kann man gleich einen Autokorso fahren anstatt eines Rennens."

Max Verstappen (Red Bull) ...

… zum frühen Boxenstopp: "Nach dem Rennen glaube ich: Ja, der war zu früh. In den letzten zehn, zwölf Runden hatte ich keinen Grip mehr. Ich glaube, der Reifen war fertig. Das war natürlich schade. Auf den Mediums war es nicht schlecht, aber auf dem harten Reifen hatte ich keinen Grip."

… zur möglichen Strafe: "Ich habe keine Ahnung, was da passiert ist."

Charles Leclerc (Ferrari) ...

… zum Dreher: "Ich habe das Auto in Kurve drei verloren und bin dann in die Wand gerauscht. Ich bin absolut frustriert. Das war absolut mein Fehler."

… zur Untersuchung: "Zu George kann ich nicht viel sagen. Er hat sich beim Bremsen ein bisschen bewegt. Mein Auto war nicht in bestem Zustand, aber für die Linkskurven war es okay. In Rechtskurven lief es mit meinem Auto nicht ganz so gut. Das Auto war einigermassen okay, ich konnte zumindest noch durchfahren. Wir haben uns berührt, er hat die Tür zugemacht und ich war da. Da bin ich nicht so sehr besorgt. Klar ist: Mein Fehler davor ist nicht akzeptabel und darf nicht passieren."

Zak Brown (CEO McLaren) ...

… zum McLaren-Wochenende: "Klar, jedes Mal, wenn du denkst, du könntest vielleicht auch den Sieg holen, denkst du immer daran. Aber wenn man mir vor dem Wochenende gesagt hätte: Doppelsieg im Sprint und Zweiter und Dritter im Rennen, das hätte ich sofort genommen. McLaren hat in der Fabrik mit den Upgrades wirklich stark gearbeitet. Die Fahrer haben eine tolle Leistung gezeigt, die Strategie war gut, der Regen ist nicht gekommen. Nur diese zwei Sekunden haben uns gefehlt. Aber Kimi ist brillant gefahren. Es war ein gutes Wochenende für uns, viele Punkte."

… zur Entwicklung von McLaren: "Klar, da kommt noch mehr. Aber leider werden die anderen das auch machen. Mercedes hatte hier noch gar keine Upgrades dabei, mal schauen, was die bringen werden. Wir haben auch noch etwas in Petto. Wir hatten hier fünf verschiedene Führende, also ein spannendes Rennen heute."

George Russell (Mercedes) ...

… zum Rennen: "Es war einfach ein schwieriges Rennen. Am Anfang hat es sich ganz gut angefühlt, ich war vorne mit dabei. Aber der harte Reifen war wirklich unter ferner liefen. In den letzten zehn Runden sah ich wieder ein bisschen stärker aus. Da habe ich die Bremsbalance wieder ein bisschen verschoben und das hat etwas mehr gebracht, als ich dachte. Trotzdem war das kein gutes Wochenende. Deshalb müssen wir schauen, dass wir in den nächsten Rennen besser zurückkommen."

… zur Frage, ob er Kimi Antonelli unterschätzt habe: "Nein, nein, nein, du kannst ihn gar nicht unterschätzen. Er ist ein fantastischer Fahrer, seit Tag eins unglaublich schnell. Du kannst nicht alle Meisterschaften als junger Typ gewinnen, wenn du nicht den Speed dafür hast. Aber ich habe auch Optimismus in mir. Es war einfach ein schwieriges Wochenende, aber wir haben gerade mal vier Rennen hinter uns. Es kommt noch viel und wir werden schauen, dass wir in den nächsten Wochen wieder zurückkommen."

Marco Antonelli (Vater von Kimi Antonelli) ...

… zum Sieg seines Sohnes: "Ich finde gar keine Worte, denn er ist einfach grossartig gefahren. Natürlich ist der Weg noch weit, aber er hat gezeigt, dass er auch mit schwierigen Situationen wie heute umgehen kann."

… zur Bedeutung der Familie: "Ich weiss nicht, wie wichtig die Familie im Umfeld für ihn ist. Aber klar, wir haben ihn immer unterstützt und machen das auch weiter. Wir machen eigentlich alles, was alle anderen Familien auf der ganzen Welt auch für ihre Kinder machen, für ihre Söhne und Töchter. Das ist ein Familienprojekt."

… zur Zukunft von Kimi: "Keine Ahnung. Das Auto ist natürlich wichtig. Ohne ein vernünftiges Auto bekommst du so etwas natürlich nicht hin. Es läuft gerade gut für ihn. Die Sterne scheinen günstig für ihn zu stehen und wir nehmen alles Schritt für Schritt. Ich kann nicht vorhersagen, was in der Zukunft noch alles kommt."

Nico Hülkenberg (Audi) ...

… zum Rennstart: "Ich hatte leider einen kleinen Kontakt mit Carlos, glaube ich, in Kurve eins. Dadurch hatte ich eine Beschädigung am Frontflügel. Wir mussten dann leider Ende Runde eins für einen neuen Flügel stoppen. Das wirft dich natürlich massiv nach hinten. Später in der Safety-Car-Phase hatten wir irgendein Problem, das uns leider nicht erlaubt hat, weiterzufahren."

… zum technischen Problem: "Ich weiss aktuell nicht, was es war. Das werden die Jungs jetzt natürlich schauen und analysieren. Insgesamt war es ein charakterbildendes Wochenende für uns. Wir hatten viele Themen, nach wie vor viel zu tun, aber auch ein paar positive Sachen. Ich glaube, unsere Pace ist nicht so schlecht. Aber wir müssen es halt auch irgendwie umsetzen, eher auf den Asphalt bringen, die Flagge sehen und die Autos durchbringen. Wir bleiben dran, halten den Kopf hoch und lassen uns nicht unterkriegen."

Mario Isola (Motorsportchef Pirelli) ...

… zu seinem letzten Rennwochenende: "Ich bin sehr happy, denn viele Leute hier im Fahrerlager sind zu mir gekommen und haben gesagt, dass ich viel Gutes für die Formel 1 getan habe und dass sie mich vermissen werden. Ich habe eine neue Herausforderung, darauf freue ich mich. Aber ich lasse hier meine zweite Familie zurück und das ist schon schwierig für mich. Manchmal muss man im Leben Entscheidungen treffen."

… zu den besonderen Rennen in seiner Karriere: "330 Rennen oder noch mehr waren es, und da eines herauszupicken, ist wirklich schwer. Das erste Rennen 2011 in Melbourne, am Ende des Rennens haben wir wirklich vor Emotionen geweint. Dann das Rennen mit dem Unfall von Jules Bianchi, das war sehr tragisch. Und dann die letzten paar Rennen hier mit dem italienischen Fahrer auf dem Podium und der Nationalhymne, auch das ist sehr schön. Ich hoffe, dass es in den nächsten Rennen so weitergeht. Es ist schade, dass ich den WM-Titel von Ferrari nicht miterlebt habe. Darauf hatte ich gehofft, dass Ferrari in meiner Zeit noch einen WM-Titel holt. Hoffentlich kommt das in der Zukunft noch."

Pierre Gasly (Alpine) ...

… zum Überschlag (während des Rennens): "Ich bin vor allem enttäuscht, mehr als alles andere. Klar, das sah schon ein bisschen beängstigend aus. Da weisst du nicht, was passiert, wenn du durch die Luft fliegst. Das hat mich in dem Moment schon ein bisschen schockiert. Jetzt bin ich froh, dass es mir gut geht, aber vor allem bin ich enttäuscht."

… zur Entstehung (während des Rennens): "Ich habe später gebremst und war ein bisschen weiter vorne. Ich habe ihm innen Platz gelassen, sodass wir beide durch die Kurve kommen konnten. Ich habe die Bilder noch nicht genau gesehen. Ich weiss nicht, ob er sich selbst verbremst hat oder weit rausgegangen ist. Er hat mich berührt und dann habe ich mich überschlagen."

Sky Experte Timo Glock ...

… zur Mercedes-Dominanz: "Man musste definitiv deutlich die Ellbogen ausfahren. McLaren war dran, speziell Lando Norris, der über die Renndistanz sehr, sehr stark aussah. Wir haben zwischendurch Antonelli gehört, der sich über zu hohe Reifentemperaturen beschwert hat. Das zeigt, dass er wirklich ans Maximum gehen musste. Bei Lando Norris sah es etwas kontrollierter aus. Jetzt muss man natürlich abwarten. Mercedes ist einen Rennzyklus hinten dran, was die Upgrades angeht. Wenn Mercedes jetzt mit dem grossen Paket kommt, kann man den Vorsprung natürlich schon wieder ausbauen. Aber momentan hat sich das ganz klar deutlich mehr zusammengeschoben, auch mit Max Verstappen."

… zu Fortschritt von McLaren: "Das ist immer die Thematik: Alles, was du im Windkanal probierst, eins zu eins auf der Strecke umzusetzen. Da musst du sehr effizient arbeiten und das ist bei McLaren definitiv der Fall. Egal, was man an neuen Teilen ans Auto bringt, es funktioniert. Man versteht es sofort, man kann es sofort in Rundenzeit umsetzen. Das macht McLaren in den letzten Jahren sehr, sehr überzeugend und sehr gut."

… zu George Russell: "Wenn ich das ganze Wochenende einen Schritt hinten dran bin und realisiere, dass mein Teamkollege eine andere Differenzialeinstellung fährt, dann muss ich spätestens nach dem Freitag oder Samstag mal probieren, ob es vielleicht besser ist, aber nicht bis Sonntag im Rennen auf die letzten zehn Runden warten. Diese Herangehensweise verstehe ich nicht. Du weisst ja genau, was der andere macht, hast den Einblick dazu. Da muss man auf der Seite von George Russell früher agieren, wenn ich im Schnitt vier Zehntel zu langsam bin."

… zu Audi: "Nico Hülkenberg kann damit nicht happy sein, aber Audi natürlich auch nicht mit der Performance über dieses Wochenende und so vielen technischen Problemen. Von Anfang des Jahres an gab es schon dreimal einen Rennstart, bei dem ein Auto aus technischen Gründen gefehlt hat. Da muss man sich jetzt hinsetzen und die Hausaufgaben machen. Das kann man sich nicht erlauben. Klar, es ist das erste Jahr, das darf man nicht vergessen. Aber trotzdem muss man diese Fehlerquote deutlich minimieren. Da muss das Team dran arbeiten."

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