Eintracht Frankfurt verstärkt sich mit Noah Atubolu. Der Bundesliga-Torhüter will sich am Main auch für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen.
Torhüter Noah Atubolu ist nach seinem monatelangen Wechselpoker innerhalb der Bundesliga zu Eintracht Frankfurt gewechselt. Dies bestätigten die Hessen am Freitag und damit vier Tage vor Schliessung des Transferfensters. Der 24-Jährige verlängerte zunächst seinen ursprünglich bis 2027 laufenden Vertrag beim SC Freiburg um ein Jahr und konnte sich der Eintracht deshalb zunächst auf Leihbasis anschliessen.
Teil des Deals ist eine Kaufoption, die sich laut der Mitteilung der Frankfurter "unter bestimmten Voraussetzungen" in eine Kaufpflicht umwandelt. Nach Sky Sport Informationen liegt diese bei 13 Millionen Euro.
"Mit Noah Atubolu gewinnen wir einen starken, ambitionierten und zugleich bereits sehr erfahrenen Torhüter hinzu", sagte Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche: "Er bringt grosses Potenzial, viel Mentalität und die nötige Qualität mit, um unserer Mannschaft wichtige Impulse zu geben."
Freiburg holte Backhaus als Atubolu-Nachfolger
Atubolu hatte zu Jahresbeginn frühzeitig seinen Wechselwunsch beim Europa-League-Finalisten hinterlegt, weil er sich gerne einem Spitzenklub der Premier League anschliessen wollte. Die Breisgauer verpflichteten daraufhin frühzeitig den Bremer Mio Backhaus für die Vereinsrekordablöse von zwölf Millionen Euro als Ersatz und komplettierten damit ihr Torhütertrio um die Ersatzkeeper Florian Müller und Jannik Huth.
Für Atubolu blieben trotz starker Vorsaison samt zwei DFB-Nominierungen die erhofften grossen Angebote allerdings aus. Dementsprechend verbrachte der langjährige Stammkeeper die gesamte Vorbereitung noch in Freiburg, trainierte individuell abseits des Teams. Kurz vor Schliessung des Transferfensters wurden schliesslich die Gespräche mit der Eintracht konkreter. Da Frankfurt wohl die Ablöse für einen Kauf in diesem Sommer nicht stemmen kann, kam es zum Szenario mit Leihe samt Kaufoption und möglicher Kaufpflicht.
Atubolu freut sich auf die Eintracht
"Ich bin sehr froh, hier zu sein, und kann es kaum erwarten, bei Eintracht Frankfurt loszulegen", sagte der Keeper: "Ich kenne die Stadt, den Klub und das Stadion und habe die Spiele hier immer als etwas Besonderes erlebt."
Mit seinem Wechsel an den Main will sich Atubolu auch für die Nationalmannschaft empfehlen. Jürgen Klopp nominiert am 17. September seinen ersten Kader, der Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor ist offen.