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Wegen Streit um Skeleton-Helm: Ukrainer von Olympia ausgeschlossen

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Trotz eines Gesprächs mit IOC-Präsidentin Kirsty Coventry wollte der 27-Jährige nicht auf das Tragen des vom IOC verbotenen Helms verzichten. Daher durfte er am Donnerstag auf der Bahn in Cortina nicht an den Start gehen. Diesen Entscheid traf eine Jury des Weltverbands IBSF. Zuvor war Heraskewitsch in mehreren Trainingsläufen mit diesem Helm gefahren.

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Noch am Morgen hatte das Internationale Olympische Komitee angekündigt, Heraskewitsch die Akkreditierung für die Winterspiele zu entziehen. Später erwirkte Coventry bei der IOC-Disziplinarkommission, dass dieser Schritt doch nicht vollzogen wird.

Das IOC hatte erklärt, dass der Helm gegen das Neutralitätsgebot der Olympischen Charta verstösst. Politische Botschaften sind laut IOC-Regeln an den Wettkampfstätten untersagt. Die Dachorganisation hatte Heraskewitsch als Kompromiss vorgeschlagen, statt des Helms ausnahmsweise einen Trauerflor am Arm zu tragen und den Helm nur vor und nach dem Rennen zu zeigen. Das hatte der Ukrainer abgelehnt.

"Es ist schwer, etwas zu sagen oder in Worte zu fassen. Ich empfinde Leere", sagte Heraskewitsch. Der Entscheid sei ein riesiger Fehler. "Ich glaube, dass ich keine Regeln verletzt habe", beteuerte er und legte Einspruch vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) ein. "Herr Heraskewitsch argumentiert, dass der Ausschluss unverhältnismässig sei, durch keinen technischen oder sicherheitstechnischen Verstoss gerechtfertigt sei und ihm einen irreparablen sportlichen Schaden zufügen würde", teilte der CAS am Donnerstagnachmittag mit. Der 27-Jährige verlange die Aufhebung des Entscheids und seine sofortige Wiederzulassung zu den Winterspielen. Alternativ müsse ihm ein vorläufiger Start ermöglicht werden, bis ein Urteil vorliegt. Zwei der vier Läufe sind ohne Heraskewitsch bereits absolviert worden. Die abschliessenden beiden Durchgänge stehen am Freitag an.

Nach Heraskewitschs Olympia-Ausschluss stärkte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ihm den Rücken und verlieh ihm den Orden der Freiheit - die zweithöchste Auszeichnung des Landes. "Sport bedeutet nicht Erinnerungslosigkeit", so Selenski. Die olympische Bewegung sollte helfen, den Krieg zu stoppen, und nicht dem Aggressor zuspielen, so der Präsident weiter.

Selenskyj dankte Heraskewitsch für dessen "klare Haltung". "Das erinnert die ganze Welt daran, was die russische Aggression ist und welchen Preis der Kampf für die Unabhängigkeit hat", schrieb der Staatschef. Damit werde keine Regel gebrochen.

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