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Wer drückt dem Sportjahr 2026 seinen Stempel auf?

Andy

Im Jahr 2026 folgt ein sportliches Highlight auf das andere. Erfolge werden ebenso gefeiert wie Helden. Und da stehen einige Asse bereit, um im hellen Rampenlicht zu glänzen – darunter auch einige mit Schweizer Pass.

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Wird Marco Odermatt an Olympia zum Gold-Sammler? © IMAGO / Italy Photo Press

Der erste ganz grosse Höhepunkt steht vom 6. bis 22. Februar mit den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina auf dem Programm. Insgesamt kämpfen dann knapp 3000 Athletinnen und Athleten in 116 Wettbewerben um Edelmetall. An Olympia werden Helden geboren oder bejubelt, wie vor vier Jahren beispielsweise der norwegische Biathlet Johannes Thingnes Bö, der mit vier Goldmedaillen und einmal Bronze der erfolgreichste Athlet war.

Das Jahr von Patrick Fischer?

International schauen viele Fans besonders auf das Eishockeyturnier, das durch die Teilnahme der NHL-Stars eine besondere Brisanz bekommt. Und auch für die Schweiz ist dieses Turnier mit den weltbesten Spielern interessant – nach zuletzt zwei WM-Silbermedaillen sind Patrick Fischer und seine Jungs heiss, lassen uns von einem Coup – einem Medaillengewinn – träumen. Zuerst Edelmetall an Olympia und dann im Idealfall auch noch die Goldmedaille an der Heim-WM in Zürich und Fribourg – 2026 könnte definitiv auch das Jahr von Patrick Fischer werden, bevor er als Nationaltrainer an Jan Cadieux übergibt.

2026, es könnte aber aus Schweizer Sicht vor der Höhepunkt für unsere Skistars werden. Da ist Marco Odermatt, der Riesenslalom-Olympiasieger von 2022, vierfache Gesamtweltcup- und fünffache Saisonsieger. Der Nidwaldner gehört in der Abfahrt, im Super-G und im Riesenslalom zu den heissesten Gold-Anwärtern und kann bei den Männern die dominierende Figur werden. Gefordert wird er aber nicht nur von der internationalen Konkurrenz, sondern auch aus dem eigenen Lager – angefangen bei Loïc Meillard über Franjo von Allmen und Alexis Monney bis hin zu Stefan Rogentin oder Thomas Tumler.

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Mikaela Shiffrin und Camille Rast gehören auch an Olympia zu den Favoritinnen.

Hungrige und nervenstarke Camille Rast

Wie Odermatt ist auch Camille Rast heiss auf Gold und enorm erfolgshungrig. Die Walliserin hat am vergangenen Wochenende in Kranjska Gora ihren ersten Weltcupsieg im Riesenslalom gefeiert und am Tag darauf im Slalom die Siegesserie von Dominatorin Mikaela Shiffrin reissen lassen. Die Slalom-Weltmeisterin hat ihre Hüftprobleme ganz offensichtlich weggesteckt und ist bereit für die Fahrt auf den Olymp und danach vielleicht auch zum Sieg im Gesamtweltcup – über die dafür nötige Nervenstärke verfügt sie jedenfalls definitiv. Bei den weiblichen Stars auf Ski sind aber auch weitere Namen zu beachten. Beispielsweise Lindsey Vonn, die mit ihren mittlerweile 41 Jahren davon träumt, 16 Jahre nach ihrem Triumph in Vancouver wieder Abfahrtsgold zu gewinnen. Oder ihre US-Landsfrau Mikaela Shiffrin, die erfolgreichste Skirennfahrerin aller Zeiten, in deren Palmarès bereits zwei Olympiasiege stehen. Oder die Deutsche Emma Aicher, 22 Jahre jung, aber bereits Weltcupsiegerin in Abfahrt und Super-G und zweifache Podestfahrerin im Slalom.

Mikel Arteta – oder Lennart Karl?

Schon bald nach dem Winter und den verschiedenen Eishockey-Festspielen geht der Blick in Richtung Rasen. Und auch da stehen mehrere Figuren mit internationalem Helden-Potenzial bereits. Da ist beispielsweise Mike Arteta, der Trainer von Arsenal. Der Spanier ist mittlerweile seit sechs Jahren Übungsleiter bei den Gunners und befindet sich mit seinem Team auf einem Höhenflug. In der Premier League liegt Arsenal auf Rang 1 und in der Champions League sind die Londoner nach sechs Spielen ohne Verlustpunkt an der Spitze, haben unter anderem den FC Bayern München bezwungen. Es ist also angerichtet – wann, wenn nicht 2026, will Arteta mit seinem Team den grossen Wurf schaffen?

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Geht der Höhenflug von Lennart Karl weiter?

Von Heldentaten träumen aber auch andere, unter anderem der erwähnte FC Bayern München und da speziell Lennart Karl. Der 17-jährige Shootingstar hat in den letzten Wochen und Monaten auf der grossen Fussballbühne geglänzt. Drei Tore hat er in der Champions League in vier Spielen erzielt, darunter gegen Arsenal. Die Forderungen werden immer lauter, dass ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann auch ins WM-Aufgebot nimmt. Mit seinem erfrischenden Spiel ist er eine Bereicherung für jedes Team und eine Gefahr für jeden Gegner und so darf er durchaus davon träumen, zuerst mit den Bayern das Triple zu gewinnen und danach an der WM mit Deutschland zu glänzen.

Eine Voraussetzung dafür ist, dass er mit dem Rummel um seine Person klarkommt. Dass dies nicht immer einfach ist, zeigte seine unglückliche Aussage bei einem Besuch eines Fanklubs. Auf die Frage, ob er neben dem FC Bayern noch einen weiteren Traumverein habe, hatte er etwas zu ehrlich gesagt: «Der FC Bayern ist ein sehr grosser Verein. Es ist ein Traum, dort zu spielen. Aber irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein – aber das bleibt unter uns.» Da hat er sich verbal verdribbelt und ist nun gefordert, auf dem Rasen wieder die passenden Argumente für die Bayern zu liefern.

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Erobert Johan Manzambi die Fussballwelt?

Gipfelsturm von der Nati und Manzambi?

Wie die Schweizer Ski- und Eishockey-Stars wollen auch die Fussballer dafür sorgen, dass 2026 ihr Jahr wird. An der WM in den USA und in Mexiko haben Murat Yakin und sein Team die Chance, Geschichte zu schreiben. Der Traum lebt, dass die Schweizer an einem Grossanlass endlich die Halbfinals erreichen oder sogar noch weiter kommen. Die Ausganglage ist gut, in der Vorrunde trifft die Schweiz auf Kanada und Katar sowie Nordirland, Bosnien-Herzegowina, Wales oder Italien. Eine der möglichen grossen Figuren bei dem erhofften Gipfelsturm könnte neben Captain Granit Xhaka, der auch bei Sunderland brilliert, Johan Manzambi sein. Der 20-jährige Genfer ist im Schweizer Fussball der Shootingstar schlechthin, glänzt beim Bundesligisten Freiburg, steht bei namhaften europäischen Klubs unter Beobachtung und hat seinen Marktwert auf 30 Millionen Euro explodieren lassen – Tendenz weiter steigend.

Odermatt, Meillard, Von Allmen, Monney, Fischer, Rast, Vonn, Shiffrin, Arteta, Karl, Xhaka, Manzambi – es sind mögliche Stars, die dem Sportjahr 2026 ihren Stempel aufdrücken könnten – aber die Konkurrenz ist immens gross.

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