Gianni Infantino hat den Fussballverbänden eine Frist bis zum 19. September gesetzt, um seinen Plan zum Verkauf eines Teils der FIFA an private Investoren zu unterstützen – mit einem Anreiz von rund 35 Millionen Euro für die Zustimmung, wie aus einem Schreiben, das der Times vorliegt, hervorgeht.
Die FIFA hatte am Dienstag für Aufsehen gesorgt und bekanntgegeben, dass sie die Gründung von "FIFA Forward Enterprise" (FFE) anstrebt, wodurch der Verkauf der kommerziellen Rechte der FIFA - darunter Übertragungsrechte, Sponsoring, Ticketverkauf und Lizenzierung - angestrebt werden soll. Gemäss dem Vorschlag würde die FIFA wohl bis zu 4,2 Mrd. US-Dollar (3,1 Mrd. Pfund) von externen Investoren einnehmen. Eine Idee, die bereits kurz nach der Veröffentlichung auf massiven Gegenwind stiess.
Wie aus einem Schreiben nun hervorgeht, hat der FIFA-Präsident allen Verbänden, die der Privatisierung zustimmen, rund 35 Millionen Euro geboten und eine Frist für das Ja-Wort gesetzt. So können die Verbände bis zum 19. September ihre Zustimmung geben, die mit einem warmen Geldregen vergütet werden würde. Nach Ablauf der Frist wird die FIFA wohl "nur" noch rund neun Millionen Euro an die Verbände ausschütten, die später ihre Zustimmung aussprechen.