ZSC führt nach Spektakelsieg in Lugano 2:0
Nach dem 3:0-Heimsieg gewinnen die ZSC Lions mit 5:4 auch in Lugano und führen in der Viertelfinalserie mit 2:0.
Die Geschehnisse in der 34. Minute passten zum Spiel: Luganos Topskorer Luca Fazzini scheiterte aus guter Position am starken Zürcher Goalie Simon Hrubec, im Gegenzug erhöhte Nicolas Baechler auf 4:2 für die Gäste. Während die Bianconeri einen grossen Aufwand betrieben, präsentierten sich die Lions in den ersten 40 Minuten äusserst abgeklärt und effizient.
Dabei waren die Luganesi in der 6. Minute durch Einar Emanuelsson in Führung gegangen. Der ZSC reagierte jedoch noch im ersten Drittel. In der 8. Minute glich Jesper Frödén im Powerplay zum 1:1 aus. Damit ging eine mehr als eindrückliche Serie zu Ende, hatten doch die Tessiner zuvor 13 Partien in Folge kein Tor in Unterzahl zugelassen. Frödén zeichnete auch für das 2:1 (17.) verantwortlich, 98 Sekunden später gelang Dean Kukan mit einem nicht unhaltbaren Schuss das 3:1.
Die Luganesi steckten auch nach dem 2:5 von Sven Andrighetto (38.) nicht auf. In der 42. Minute verkürzte Jesper Peltonen auf 3:5. Zwei Minuten später vergab Dario Simion eine Topchance zum Anschlusstreffer. In der 58. Minute fiel dann das 4:5 doch noch - Fazzini erzielte seinen 200. Treffer in der höchsten Liga. Dabei blieb es allerdings, sodass die Lions den zehnten Auswärtssieg in Folge feierten.
Das zuvor letzte Duell dieser beiden Teams in den Playoffs fand 2018 im Final statt. Damals setzte sich der ZSC im entscheidenden siebten Spiel mit 2:0 durch. Seither kam Lugano nicht mehr über die Viertelfinals hinaus. Diese Negativserie scheint weiterzugehen.
Lugano - ZSC Lions 4:5 (1:3, 1:2, 2:0)
6116 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Piechaczek (GER), Altmann/Bichsel. - Tore: 6. Emanuelsson (Carrick, Kupari) 1:0. 8. Frödén (Powerplaytor) 1:1. 17. Frödén (Lammikko) 1:2. 19. Kukan 1:3. 31. Morini 2:3. 34. Baechler 2:4. 38. Andrighetto 2:5. 42. Jesper Peltonen (Carrick) 3:5. 58. Fazzini (Powerplaytor) 4:5 (ohne Torhüter). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Fazzini; Andrighetto.
Lugano: Schlegel; Alatalo, Müller; Aebischer, Dahlström; Carrick, Jesper Peltonen; Brian Zanetti; Simion, Thürkauf, Sekac; Fazzini, Sanford, Canonica; Kupari, Tanner, Emanuelsson; Marco Zanetti, Morini, Bertaggia; Aleksi Peltonen.
ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Andrighetto, Malgin, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Schreiber.
Bemerkungen: Lugano ohne Perlini und Valk (beide überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Bader (verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer). Lugano von 56:35 bis 57:44, 58:36 bis 58:44 und ab 59:21 ohne Torhüter.