Union Berlin holt einen Meistertrainer!
Wie Sky Sport schon am Wochenende berichtete, ist der Schweizer Mauro Lustrinelli (50) der Top-Kandidat bei den Berlinern - jetzt ging alles ganz schnell.
Der Trainer, der der Architekt des grössten Fussballmärchens der vergangenen Jahre ist und mit Aufsteiger Thun direkt Meister wurde, wird jetzt Unioner. Beide Parteien sind sich seit dem Wochenende bereits mündlich einig - der FC Thun musste allerdings noch zustimmen. Lustrinelli hat dort einen Vertrag bis 2028.
Rund eine Million Ablöse
Die Berliner zahlen für den Coach rund eine Million Euro Ablöse, das neue Arbeitspapier wird Lustrinelli nach Sky-Infos am Donnerstagmorgen unterzeichnen, seine Vorstellung soll am Nachmittag folgen.
Union macht also das Rennen um den beliebten Trainer!
Bereits im Winter waren mehrere Bundesligisten an einer Verpflichtung interessiert (Sky berichtete exklusiv), der Schweizer blockte allerdings alles ab, wollte unbedingt die Sensation mit dem FC Thun schaffen. Nach dem Meistercoup am 3. Mai wurde das Interesse sowohl aus Deutschland, als auch Italien nochmal deutlich konkreter.
Lustrinelli gilt als ausgezeichneter Motivator
Am Ende hat sich Union gegen die grosse Konkurrenz durchgesetzt. Vor allem die letzten Gespräche mit Heldt und Zingler haben Lustrinelli überzeugt.
Lustrinelli steht für geradlinigen, offensiven Fussball und gilt als ausgezeichneter Motivator. "Lustrinelli zeichnet aus, dass er eine klare Spielidee hat. Die will er jeden Tag, in jedem Spiel, in jeder Übung umsetzen und das konsequent. Darum können wir auch nie nachlassen, er verlangt sehr viel Energie und Power. Das zeichnet ihn auch als Menschen aus, dass er mit sehr viel Leidenschaft und Energie dabei ist. Er lebt es uns vor und wir probieren es auf den Platz zu bringen", erklärte Thuns Vize-Kapitän Leonardo Bertone im April gegenüber Sky Sport.
Lustrinelli war Co-Trainer von Fischer
In Thun und bei seinen vorherigen Posten als Schweizer Jugendnationaltrainer hat Lustrinelli zudem nachgewiesen, dass er ein Händchen dafür hat, junge Spieler weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Pluspunkt: 2013 arbeitete Lustrinelli als Co-Trainer in Thun unter Urs Fischer. Läuft alles nach Plan, kann der 50-Jährige in der kommenden Saison die Erfolgsgeschichte weiterschreiben, die sein ehemaliger Chef 2018 in Berlin begonnen hat.