Arg dezimiertes Genève-Servette bezwingt Zug
Trotz einer langen Verletztenliste gewinnt Genève-Servette das Heimspiel gegen Zug mit 2:1. Mit nun fünf Punkten Rückstand ist das Team von Trainer Sam Hallam der erste Verfolger von Leader ZSC Lions.
Es war kein Spiel, das in Erinnerung bleibt. Tim Bozon brachte Servette in der 56. Minute zum zweiten Mal in dieser Partie in Führung, nachdem Johnny Kneubuehler beim im Powerplay erzielten 1:0 (10.) von einem Fehler des Zuger Goalies Leonardo Genoni profitiert hatte. Den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste erzielte Grégory Hofmann mit einem Schuss von der blauen Linie.
Dass die Genfer den sechsten Sieg in den letzten sieben Partien feierten - bei der einzigen Niederlage holten sie ebenfalls einen Punkt -, spricht für den Charakter des Teams. Denn die Gastgeber traten mit einer arg dezimierten Mannschaft an. Am Freitag in Bern fiel auch noch Sakari Manninen aus. Der Finne erlitt eine Unterkörperverletzung und wird mindestens sechs Wochen ausfallen. Da auch Markus Granlund verletzt ist und Jesse Puljujärvi gesperrt war, trat Servette nur mit drei Ausländern an. Dazu fehlte unter anderem auch Captain Noah Rod.
Bei Zug gab Dominik Kubalik sein Comeback, blieb jedoch blass. Überhaupt agierten die Zuger zu wenig entschlossen, um in Genf als Sieger vom Eis zu gehen. Die Konstanz scheint auch in dieser Saison ein Problem der Zentralschweizer zu sein.
Genève-Servette - Zug 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)
6183 Zuschauer. - SR Kaukokari (FIN)/Hungerbühler, Stalder/Gurtner. - Tore: 31. Kneubuehler (Karrer/Powerplaytor) 1:0. 53. Hofmann (Moverare) 1:1. 56. Bozon (Saarijärvi) 2:1. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Vesey; Kovar.
Genève-Servette: Charlin; Saarijärvi, Le Coultre; Rutta, Henauer; Sutter, Karrer; Bozon, Jooris, Vesey; Kneubuehler, Verboon, Miranda; Ignatavicius, Oliver Achermann, Lemyre; Akeson, Raphael Achermann, Dandois.
Zug: Genoni; Diaz, Tobias Geisser; Bengtsson, Moverare; Schneller, Guerra; Stadler, Riva; Tatar, Kovar, Kubalik; Petrovic, Rohrer, Hofmann; Gredig, Wingerli, Antenen; Wey, Leuenberger, Lindemann.
Bemerkungen: Genève-Servette ohne Chanton, Granlund, Hischier, Manninen, Müller, Praplan, Rod, Untersander (alle verletzt) und Puljujärvi (gesperrt), Zug ohne Egli, Künzle, Martschini (alle verletzt), Senteler (krank) und Sklenicka (überzähliger Ausländer). Zug von 58:58 bis 59:26 und ab 59:42 ohne Torhüter.