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Ballon-d'Or-Gewinner gegen die beste Defensive

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In der Bundesliga kommt es in der 8. Runde zum Klassiker: Der FC Bayern München empfängt Borussia Dortmund. Trotz schwieriger Voraussetzungen traut BVB-Trainer Niko Kovac seinem Team Punkte zu.

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Am Samstag dürfte es einmal mehr zum Duell zwischen Harry Kane und Gregor Kobel kommen © KEYSTONE/EPA/FRIEDEMANN VOGEL

Die Pflicht im Cup haben Borussia Dortmund und Bayern München beide erfüllt. Mit einem knappen 3:2 gegen Werder Bremen beziehungsweise einem lockeren 6:1 gegen Magdeburg zogen die beiden Spitzenteams der Bundesliga in die nächste Runde ein. Am Samstag wartet der Klassiker.

In München duellieren sich zwei Mannschaften, die auf dem Papier gleich in die Meisterschaft gestartet sind: sieben Spieltage, je fünf Siege und keine Niederlage - die einzigen noch ungeschlagenen Bundesliga-Teams. Nur die Tordifferenz, die beim FCB +19 und beim BVB +8 beträgt, lässt auf das favorisierte Team am Samstagabend schliessen.

Spektakel dürfte dabei garantiert sein. Bis auf das 0:0 gegen Schalke am zweiten Spieltag schoss das Team von Trainer Vincent Kompany immer mindestens zwei Tore - auch mal fünf, sechs oder sieben. Doch die Bayern schlagen sich mit Personalsorgen herum. Goalie Manuel Neuer wird nicht rechtzeitig fit, auch hinter dem Einsatz von Joshua Kimmich, der die letzten drei Spiele aufgrund eines Todesfalls im engsten Familienkreis verpasste, stehen Fragezeichen. Erneut nicht an der Seitenlinie stehen wird Kompany. Der Belgier, der in der vergangenen Woche zusammengebrochen ist, erholt sich inzwischen daheim von einer Hirnhautreizung und wird wie schon am vergangenen Wochenende und unter der Woche im Cup von Co-Trainer Aaron Danks vertreten.

Trotz Personalproblemen sieht Michael Rummenigge, der zu seiner Zeit als Aktiver für die Borussia und für Bayern je über 150 Spiele bestritt, den Rekordmeister in der Favoritenrolle: "Ich denke nicht, dass Dortmund etwas Zählbares mitnehmen wird. Falls sie den Match angesichts von Bayerns Offensivwucht zu defensiv angehen, wird das nicht reichen", lässt er sich im "Kicker" zitieren. Trotz dieser düsteren Vorhersage verfügt Dortmund mit bislang nur vier Gegentoren über die beste Defensive der fünf Top-Ligen Europas.

Und ohnehin: Trainer Niko Kovac ist sich der Stärke der Bayern zwar bewusst, sagt an der Pressekonferenz am Donnerstag aber auch: "Wir haben die Ambition, etwas mitzunehmen, wie überall." Man wisse zwar, dass "die Trauben hoch hängen". Aber: "Wir sind der BVB, wir haben eigene Ansprüche, denen wir gerecht werden wollen."

Wichtig werde es sein, sich zu unterstützen und viel zu laufen. "Du wirst sicher nicht mehr Ballbesitz haben als der FC Bayern München. Du musst bereit sein, dich zu quälen." Und wenn die Mannschaft bereit sei, über ihre Grenzen hinauszugehen, dann könne man etwas holen. "Wenn wir das nicht schaffen, wird es sicherlich schwierig."

Wie schwierig es für den BVB gegen Bayern tatsächlich ist, zeigt ein Blick in die Statistik. In den vergangenen zehn Jahren gab es in der Bundesliga 20 Klassiker. Nur dreimal gewann der BVB, 14-mal jubelten hingegen die Bayern. Zuletzt drei Punkte gab es für die Schwarz-Gelben im März 2024. "Nach langer, langer Zeit haben wir die Möglichkeit, mit der gleichen Punktzahl nach München zu fahren. Das macht die Sache sicher sehr viel spannender, aber nicht einfacher. Bayern München ist das Nonplusultra in Deutschland, aber auch mit in Europa", so Kovac.

Dass Stürmer Harry Kane am Montag in London mit dem Ballon d'Or zum besten Fussballer und zum besten Stürmer der vergangenen Saison ausgezeichnet wurde, untermauert diese Worte.

Mit Gregor Kobel im Tor des BVB werden Kane und Co. immerhin einen Goalie vor sich haben, der es unter die besten Torhüter der Welt schaffte: Der Schweizer Nationalgoalie belegte im Ranking den 10. Platz.

Ob und wie oft sich Kobel geschlagen geben muss, zeigt sich am Samstagabend. Klar ist, dass es noch keiner Vorentscheidung gleichkommen wird. Denn in der Bundesliga steht erst der 8. von 34 Spieltagen an. "Für die Bundesliga wäre es schön, wenn Dortmund gewinnt und so lange wie möglich dranbleibt", schreibt Rummenigge, auch wenn das laut ihm an einem neuerlichen Titelgewinn der Bayern vermutlich nichts ändern würde.

Der Ex-Profi schliesst mit warnenden Worten an Kobel und dessen Mannschaft: "Wie der BVB auftritt, kann Signalwirkung haben. Wenn sie zu ängstlich sind, könnten sie wieder vier, fünf Stück kassieren." So, wie die Münchner in dieser Saison schon andere Teams abgefertigt haben - unter anderem beim 6:1 gegen RB Leipzig. Zuletzt eine so deutliche Niederlage gegen den deutschen Rekordmeister erlebten die Dortmunder vor fast genau drei Jahren, als sie daheim 0:4 unterlagen.

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