Blöchlinger erstmals auf dem Cross-Country-Podest
Mountainbikerin Ronja Blöchlinger gelingt beim Heim-Weltcup in Lenzerheide die Podestpremiere im olympischen Cross-Country. Die Appenzellerin muss sich einzig Jenny Rissveds geschlagen geben.
Die 25-jährige Blöchlinger, die am Freitag im Short Track schon Zweite geworden war, legte in Graubünden bei grosser Hitze einen Blitzstart hin und lag alleine in Führung, ehe sich Rissveds aufmachte, die Lücke von 15 Sekunden zu schliessen. Im Verlauf der zweiten von sieben Runden setzte sich die schwedische Weltcup-Führende ab und siegte - ohne in der zweiten Hälfte des Rennens stark insistieren zu müssen - mit einer Minute Vorsprung.
"Dass es mir beim Heimrennen erstmals auf das Cross-Country-Podest reichte, ist genial", sagte Blöchlinger im SRF-Interview. Die Appenzellerin sorgte dafür, dass die Podestserie der Schweizer Mountainbikerinnen im Weltcup anhält.
Hinter der Amerikanerin Savilia Blunk, die Blöchlinger am Ende noch bis auf zwölf Sekunden nahekam, klassierte sich Sina Frei im 4. Rang. Mit Nicole Koller (7.) und Ramona Forchini (9.) reihten sich zwei weitere Schweizerinnen in den ersten zehn ein.
Beim Heimrennen einen Rückschlag hinnehmen musste Alessandra Keller. Die Short-Track-Weltmeisterin, die vor zwei Wochen im österreichischen Leogang im Cross-Country Dritte geworden war, stürzte in der Startrunde und fiel weit zurück. Nach einer Aufholjagd näherte sich Keller den Top 10 zwar wieder an, aber am Ende musste sie für ihren Effort büssen und fiel noch in den 19. Rang zurück.
Bei den Männern blieben die Schweizer wie schon zuletzt in Leogang im Cross-Country-Rennen ohne Top-3-Platzierung. Bester Einheimischer im Jahr 1 nach dem Rücktritt von Nino Schurter wurde Luca Schätti, der sich im Sprint um Platz 7 gegen Schweizer Meister Filippo Colombo durchsetzen konnte. Mit Dario Lillo klassierte sich ein dritter Schweizer in den Top 10.
Den Sieg sicherte sich Luca Martin. Der Franzose, zuvor in dieser Saison am Sonntag dreimal Zweiter, profitierte in der Schlussrunde von einem Sturz seines Landsmanns Adrien Boichis, der sich schon um einige Sekunden abgesetzt hatte. Martin baute mit seinem ersten Saisonsieg die Führung im Gesamtweltcup deutlich aus.