Angeführt von Donovan Mitchell und einem starken James Harden gewinnt Cleveland Spiel drei der Eastern-Conference-Semifinals – und verkürzt in der Best-of-seven-Serie auf 1:2.
Die Cleveland Cavaliers haben ein frühes Aus in den NBA-Playoffs vorerst abgewendet und die Serie gegen die Detroit Pistons wieder spannend gemacht. Im ersten Heimspiel der Eastern-Conference-Halbfinals setzte sich das Team von Coach Kenny Atkinson mit 116:109 durch und verkürzte den Serienstand auf 1:2.
In einer intensiven und lange ausgeglichenen Partie wurde James Harden zum entscheidenden Faktor. Nachdem der Routinier in den ersten beiden Spielen in Detroit in der Schlussphase noch Patzer leistete, zeigte er sich diesmal eiskalt. Harden traf in den letzten drei Minuten gleich drei wichtige Würfe - darunter einen Step-back-Dreier 25 Sekunden vor dem Ende - und brachte Cleveland entscheidend auf die Siegerstrasse.
Mitchell überragt, Schröder überzeugt von der Bank
Topscorer der Cavaliers war einmal mehr Donovan Mitchell. Der Guard erzielte 35 Punkte, sammelte zudem zehn Rebounds und führte sein Team mit hoher Intensität durch die kritischen Phasen. Mitchell knackte damit zudem die Marke von 2.000 Punkten in den NBA-Playoffs - so schnell wie nur wenige aktive Spieler vor ihm.
Neben Harden (19 Punkte) überzeugten auch Jarrett Allen mit 18 Zählern sowie Max Strus, der zwar offensiv unauffällig blieb, defensiv aber die Szene des Spiels lieferte. Rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende fing Strus einen Einwurf von Cade Cunningham ab, zog zum Korb durch und erzielte die Führung zum 106:104 - der Wendepunkt der Partie.
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Die Pistons hielten lange dagegen und bestätigten erneut ihre starke Form in diesen Playoffs. Cade Cunningham gelang mit 27 Punkten sowie jeweils zehn Rebounds und Assists ein Triple-Double. Allerdings unterliefen dem Youngster in der Schlussphase mehrere Ballverluste, die Cleveland konsequent bestrafte. Tobias Harris steuerte 21 Punkte für Detroit bei, doch die Serie der Gäste von fünf Playoff-Siegen in Folge riss. Schröder steuerte von der Bank aus kommend elf Punkte und unter anderem auch zwei Blocks bei.
Cleveland zeigte nach zwei bitteren Niederlagen Moral, agierte vor allem defensiv wacher und traf in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen. Coach Atkinson sprach von einer "Teamleistung", bei der viele Akteure ihren Beitrag leisteten.
Spiel vier steigt erneut in Cleveland. Mit dem Rückenwind des ersten Sieges wollen die Cavaliers nun ausgleichen - während die Pistons gefordert sind, ihre Nervenstärke aus den ersten beiden Spielen wiederzufinden.