CONMEBOL prüft FIFA-Pläne und fordert mehr Informationen
Der südamerikanische Fussballverband CONMEBOL bezieht im Streit um die Investorenpläne des Weltverbandes FIFA zunächst keine inhaltliche Position. Der Verband kündigte an, die Pläne zu prüfen.
Die CONMEBOL teilte mit, sie habe nach Bekanntwerden des Projekts FIFA Forward Enterprise (FFE) Beratungen mit ihren Mitgliedsverbänden anberaumt. Zudem bat der Verband die FIFA um Erläuterungen zu Struktur, Governance und möglichen Auswirkungen des Projekts.
Der Kontinentalverband wolle weiter "mit Umsicht, Verantwortung und im Geist der Zusammenarbeit" handeln und sich ausschliesslich über die institutionellen Kanäle und nach den Grundsätzen guter Verbandsführung für die Stärkung des Weltfussballs einsetzen, hiess es.
Zugleich rief der südamerikanische Verband zur Geschlossenheit auf. "Der Fussball steht immer an erster Stelle", hiess es in der Stellungnahme. Kommerzielle und finanzielle Entscheidungen müssten der Entwicklung des Fussballs dienen und dürften niemals über dessen Wesen gestellt werden.
Die FIFA hatte angekündigt, mit dem teilweisen Verkauf kommerzieller Rechte unter anderem an Weltmeisterschaften, Milliarden einnehmen zu wollen. Dafür soll die Tochtergesellschaft FFE gegründet werden. Gegen diese Pläne regt sich Widerstand: Die UEFA und die CONCACAF lehnen das Vorhaben ab, die UEFA droht im Fall einer Umsetzung sogar mit einem Boykott von FIFA-Wettbewerben. Auch die asiatische Konföderation AFC hatte sich zuletzt mit UEFA und CONCACAF solidarisiert und Kritik am Vorgehen der FIFA geäussert.