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Daran wird sich Nagelsmann messen lassen müssen

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Die lockere Atmosphäre in der umfunktionierten Futsal-Halle am Frankfurter DFB-Campus tat Nagelsmann jedenfalls sichtbar gut. Im weissen Lounge-Sessel präsentierte der zuletzt für seine Kommunikation oft kritisierte Bundestrainer seinen 26-Mann-Kader für die WM - und hinterliess dabei einen starken Eindruck.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann (l.) hat am Donnerstag den deutschen WM-Kader bekannt gegeben. © DPA pa

Die lockere Atmosphäre in der umfunktionierten Futsal-Halle am Frankfurter DFB-Campus tat Nagelsmann jedenfalls sichtbar gut. Im weissen Lounge-Sessel präsentierte der zuletzt für seine Kommunikation oft kritisierte Bundestrainer seinen 26-Mann-Kader für die WM - und hinterliess dabei einen starken Eindruck.

Kein Eiertanz wie zuletzt im ZDF-Sportstudio nach der Sky Sport Enthüllung zur überraschenden Rückkehr von Manuel Neuer. Stattdessen: klare, offene und transparente Antworten. Nagelsmann wirkte charmant, fokussiert und angriffslustig: "Wir wollen weiter Weltmeister werden. Die Aussage gilt!"

Positiv auch, dass er selbstkritisch mit dem Umgang um Baumann umging: "Es gibt immer Dinge, die man besser machen könnte." Diese Offenheit kam an.

Sane-Nominierung sorgt für Diskussionen

Kritik an einzelnen Nominierungen bleibt trotzdem erlaubt. Vor allem die Berufung des zuletzt formschwachen Leroy Sane sorgt für Diskussionen - gerade weil Spieler wie Said El Mala, Chris Führich oder Matthias Ginter zuhause bleiben mussten. Nagelsmann erklärte die Entscheidung allerdings nachvollziehbar und setzt darauf, Sane rechtzeitig in WM-Form zu bringen. Daran wird er sich messen lassen müssen.

Im Grossen und Ganzen hat Nagelsmann aber einen homogenen Kader zusammengestellt. Die Mischung stimmt, die Chemie offenbar auch. Auch deshalb sind "Klebstoff"-Spieler wie Pascal Gross, Waldemar Anton oder Deniz Undav dabei - sportlich verdient haben sie es ohnehin.

Ein klassischer Neuner fehlt

Was allerdings fehlt, ist ein klassischer Neuner: ein Brecher, der als Joker kommt und bei Rückstand auch mal einen reinköpft. Gerade Niclas Füllkrug wäre dafür prädestiniert gewesen. Nagelsmann verwies auf dessen schwache Quote in Mailand - nachvollziehbar, aber trotzdem hätte ich "Fülle" mitgenommen.

Auch die Rückkehr von Neuer sehe ich mit leisen Zweifeln. Er bleibt einer der grössten Torhüter der Fussballgeschichte, doch zuletzt wirkte auch er nicht mehr unantastbar. Und die entscheidende Frage bleibt: Hält die Wade?

Mit diesem Kader gehört Deutschland sicher nicht zu den Top-Favoriten. Aber vielleicht ist genau das die Chance. Mit seiner offenen und ehrlichen Kommunikation hat Nagelsmann jedenfalls einen Teil der Fans zurückgewonnen. Jetzt muss nur noch der sportliche Erfolg folgen.

Mehr zum Autor Patrick Berger

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