skysport.ch
Sky Sport

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
News Fussball

Der FC Basel beendet das Projekt mit Stephan Lichtsteiner

Keystonr

Es war ein gewagter Wechsel, den der FC Basel im letzten Januar auf dem Trainerposten vollzog. Der von Spielern und speziell auch von Xherdan Shaqiri geschätzte Ludovic Magnin musste nach einem zwiespältigen, aber nicht katastrophalen halben Jahr gehen. Dafür kam mit Stephan Lichtsteiner ein noch grösserer Name. Erfahrungen als Cheftrainer auf höchstem Niveau brachte der langjährige Captain der Schweizer Nationalmannschaft aber keine mit.

media_ftp_sky_de_20260909_brz0106aa181587c903
© Keystone

Nicht nur personell warf dieser Trainerwechsel Fragen auf, sondern auch der Zeitpunkt war gewagt. Es standen drei wichtige Spiele innerhalb von einer Woche an, die den restlichen Saisonverlauf entscheidend beeinflussen würden. Und es trat das Horrorszenario ein mit drei Niederlagen und dem damit verbundenen Ausscheiden im Cup sowie im Europacup. Dazu eine Heimpleite gegen den späteren Meister Thun, der die erfolgreiche Titelverteidigung fast verunmöglichte.

Gut sieben Monate nachdem der damalige Sportchef Daniel Stucki das langfristig angesetzte Projekt mit Lichtsteiner vorgestellt hatte, erachtete es der FC Basel als definitiv gescheitert. Schon das erste Halbjahr mit der vor allem gegen Ende hin verpatzten Rückrunde kostete Lichtsteiner viel Kredit. Zwar erhielt der 108-fache Nationalspieler das "volle Vertrauen" ausgesprochen wie Verwaltungsratspräsident David Degen in der Medienmitteilung betont: "Die sportliche Leitung und insbesondere auch ich selbst glaubten an das langfristige Projekt und waren von den Fähigkeiten Lichtsteiners überzeugt." Gleichzeitig sei dieses Vertrauen aber mit der Erwartung verbunden gewesen, dass es mit dem Team aufwärts geht.

Der Druck, der auf Lichtsteiner lastete, war von Saisonbeginn an gross. Selbst die ansprechenden Resultate bis Ende August brachten für den Coach keine Entlastung. Er hatte sich selber mit einigen unglücklichen Aussagen, einer manchmal schwierigen Körpersprache und diskutablen personellen Entscheiden in eine schwierige Situation gebracht, aus der ihn herausragende Resultate hätten befreien können. Diese blieben aus. Im Gegenteil: Zuletzt gab es innerhalb von drei Tagen zwei Heimniederlagen nach Führungen: 1:3 gegen Lugano und 1:2 gegen Sion.

Die geforderte Aufwärtstendenz blieb also aus, wie David Degen festhält. Vor allem fehlte dem FCB-Boss und der restlichen sportlichen Führung im Klub der Glaube daran, dass sich alles "innert nützlicher Frist" zum Besseren wendet. "Es tut mir auch persönlich sehr leid, dass unser gemeinsames Vorhaben nicht die gewünschte positive Entwicklung nahm."

Neben Stephan Lichtsteiner wurde auch die Zusammenarbeit mit Assistent Mario Cantaluppi beendet. Bis ein Nachfolger - es wird der achte Trainer in der Ära David Degen (seit Sommer 2021) sein - gefunden ist, übernimmt Luigi Noccentini die Verantwortung für die Mannschaft. Am Sonntag steht mit dem Gastspiel in Luzern die nächste Aufgabe für Xherdan Shaqiri und Co. an.

Bewerte den Artikel
0 Bewertungen
Ihre Stimme wird gezählt.

News-Feed

Lesen Sie auch

Mehr anzeigen

Live-Sport ansehen auf

Sky Sport
Copyright Sky Schweiz SA © 2001-2026. Erstellt von EWM.swiss