Der logische Playoff-Final
Zum dritten Mal in den letzten vier Jahren treffen die Kadetten Schaffhausen und Kriens-Luzern im Playoff-Final der NLA im Handball aufeinander. Die Best-of-5-Serie beginnt am Sonntag in Schaffhausen.
Seit dem ersten Titelgewinn 2005 wurden die Kadetten Schaffhausen nur in den Jahren 2008, 2009, 2013, 2018 und 2021 nicht Schweizer Meister. Fünfmal hintereinander triumphierten sie allerdings noch nie. Das Team von Trainer Hrvoje Horvat dominierte die Qualifikation und gewann 25 von 27 Partien. Eine der zwei Niederlagen kassierte es allerdings gegen Kriens-Luzern, das die Qualifikation auf dem 2. Platz beendete.
Die Zentralschweizer streben ihren ersten Meistertitel an. Vor zwei Jahren kamen sie diesem am nächsten, als sie sich in der Finalserie gegen die Kadetten erst im fünften und entscheidenden Spiel (25:32) geschlagen geben mussten. Im Jahr zuvor unterlagen sie den Schaffhausern mit 1:3 in der Serie. Nun soll es für Kriens-Luzern endlich klappen.
Sowohl für Horvat als auch für sein Gegenüber, Thomas Zimmermann, endet die Zeit als Trainer nach dem Final. Ersterer kehrt nach zwei Jahren bei den Kadetten aus persönlichen Gründen in seine Heimat Kroatien zurück, obwohl der Vertrag noch bis 2027 weitergelaufen wäre. Sein Nachfolger wird der ehemalige norwegische Nationalcoach Jonas Wille. Zimmermann wird durch den Schweizer Nationaltrainer Andy Schmid ersetzt, der die Aufgabe im Doppelmandat übernimmt.
Gemeinsam ist beiden Mannschaften auch, dass sie in den ersten beiden Playoff-Runden ohne Niederlage blieben. Zwar gehört die Favoritenrolle den Schaffhausern, dennoch verspricht der Final spannend zu werden. Kriens-Luzern hat nicht umsonst die letzten 15 Partien allesamt gewonnen. Zudem gab mit Kreisläufer Marin Sipic ein Schlüsselspieler nach einer Kreuzbandverletzung in den Playoffs sein Comeback. Jedenfalls erwartet Horvat, dass Kleinigkeiten den Ausschlag geben werden.