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Deutschschweizer Presse: Teamgeist vom FC Thun blamiert die anderen

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Für die Deutschschweizer Presse hat der FC Thun bewiesen, dass Teamwork - die Quintessenz des Fussballs - Erfolg bringt. Gleichzeitig sei der Meistertitel des Aufsteigers eine Blamage für die anderen.

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Trainer Mauro Lustrinelli und Präsident Andres Gerber werden in den Medien als zentrale Faktoren für den sensationellen Meistertitel des FC Thun gewürdigt © KEYSTONE/EPA/ALESSANDRO DELLA VALLE

Über die Bedeutung des Meistertitels der Berner Oberländer sind sich die Zeitungen in den Kommentarspalten vom Montag einig. Die "Neue Zürcher Zeitung" schreibt von einem "sporthistorischen Grosserfolg", der international mehr Beachtung finden würde, spielte er sich nicht in der kleinen Super League ab. Der Titelgewinn der Thuner verdient laut CH Media "mehr Anerkennung als alle vorherigen seit Gründung der Super League im Jahr 2003".

Es sei ein Märchen, aber kein Wunder, schreiben die CH-Media-Zeitungen. Der Meistertitel sei das Resultat "guter Arbeit. Sehr guter Arbeit. Punkt". Dazu beigetragen hätten Sportchef Dominik Albrecht mit einer konsequenten Personalpolitik und Trainer Mauro Lustrinelli mit einem implementierten Spielstil, "der offenbart, was seine Mannschaft kann und kaschiert, was sie nicht kann". Obendrauf komme der Teamgeist.

Diesen hoben auch andere Medien hervor. "Der FC Thun ist eine Einheit; das mag sich superbanal anhören, es ist aber das, womit er sich - unter anderem - von der Gegnerschaft abhebt", schreiben die Tamedia-Zeitungen. Die Geschichte des Klubs zeige, worum es in der Mannschaftssportart, die längst zum Milliardenbusiness geworden sei, im Grunde gehe. Das Team sei der "wohltuende Beweis" dafür, "dass auch im Jahr 2026 nicht einfach ein Blick auf die Kaderwerte dazu genügt, die Ranglistenpositionen vorauszusehen".

Mit den "Grundtugenden des Fussballs" hätten die Berner Oberländer die gesamte Liga auf den Kopf gestellt, schreibt "Blick". "Angeführt von Trainer Mauro Lustrinelli und Präsident Andres Gerber, die sich selbst in den höchsten Höhenflügen nie aus der Ruhe bringen liessen, immer mit beiden Füssen auf dem Boden blieben und im Stillen vom grossen Coup träumten." Für die Verantwortlichen hält "Blick" nichts weniger als eine Statue vor der Stockhorn Arena für angebracht.

Der Meistertitel der Thuner zeigt für die Presse aber auch, was bei den anderen Teams fehlt. So trägt der Kommentar von CH Media die Überschrift "Eine Blamage für alle anderen". Das gelte nicht nur für die Liga-Riesen YB und FCB, schreibt das Medienhaus. Alle Teams seien mit höherem Marktwert und viel mehr Super-League-Erfahrung in die Saison gestartet. "Blick" deutet den Meistertitel von Thun als "alarmierendes Zeichen für die Liga und ein vernichtendes Zeugnis für die sportlichen Chefetagen der vermeintlich grossen Klubs".

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