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Die FIFA begnadigt überraschend Balogun

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Der US-Stürmer Folarin Balogun sah im Sechzehntelfinal gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte, darf im Achtelfinal gegen Belgien aber dennoch spielen.

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Die Rote Karte gegen Bosnien-Herzegowina hat für den amerikanischen Goalgetter Folarin Balogun keine Konsequenzen. © KEYSTONE/AP/Jeff Chiu

Die FIFA begnadigte Balogun und setzte die gemäss Reglement automatische Spielsperre auf ein Jahr auf Bewährung aus. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit "einen weiteren Verstoss gleicher Art und Schwere" erlauben, werde die Sanktion vollstreckt.

Als Begründung für die Begnadigung verwies die FIFA auf Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach die Durchführung einer Disziplinarmassnahme ganz oder teilweise ausgesetzt werden kann. Die Aufhebung einer Sperre nach einer Roten Karte ist bei diesem Turnier ein Novum.

Balogun ist im US-Team der wichtigste Offensivspieler neben Christian Pulisic und hat bereits drei Tore erzielt. Im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina prallte er in der 61. Minute mit Tarik Muharemovic zusammen und trat ihm (eher unabsichtlich) heftig auf den Knöchel. Der VAR schaltete sich ein, anschliessend entschied der brasilianische Referee Raphael Claus auf Rote Karte.

Während sich Belgien "überrascht" zeigte vom Entscheid der FIFA, kommentierte US-Präsident Donald Trump bei Truth Social: "Vielen Dank an die FIFA, dass ihr das gemacht habt, was richtig ist und eine grosse Ungerechtigkeit wiedergutgemacht habt.

Gemäss übereinstimmenden Berichten von "The Athletic" und der Nachrichtenagentur AP habe Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino angerufen, um eine Aufhebung der Sperre von Balogun zu erwirken. Mehrere mit dem Vorgang vertraute Personen bestätigten demnach diesen Ablauf. Weder die FIFA noch das Weisse Haus haben die Information bislang kommentiert.

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