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Die Superstars liefern! Frankreichs WM-Traum lebt weiter

Nach einem wunderschönen Schlenzer seines Superstürmers besiegte das französische Starensemble Afrikameister Marokko in einem einseitigen Spiel mit 2:0 (0:0) und kann nun Geschichte schreiben. Der Traum vom dritten WM-Titel nach 1998 und 2018 lebt.

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Kylian Mbappe trifft bei Frankreichs Sieg über Marokko im WM-Viertelfinale. © Imago

Nach einem wunderschönen Schlenzer seines Superstürmers besiegte das französische Starensemble Afrikameister Marokko in einem einseitigen Spiel mit 2:0 (0:0) und kann nun Geschichte schreiben. Der Traum vom dritten WM-Titel nach 1998 und 2018 lebt.

Die Franzosen mussten trotz drückender Überlegenheit lange warten, unter anderem, weil Mbappe mit einem Strafstoss an Yassine Bounou scheiterte (28.). Seinen Fehlschuss machte der Torjäger mit dem erlösenden Führungstreffer nach einer Stunde wett (60.). Dem achten Turniertreffer, ein Traumtor von der Strafraumgrenze und zugleich das 20. des Ausnahmekönners im 20. WM-Spiel, liess Ousmane Dembele mit seinem fünften Turniertor das 2:0 folgen (66.).

MATCHFACTS: FRANKREICH - MAROKKO

⚽ Frankreich 2:0 Marokko ⚽

WM 2026 · Viertelfinale · Foxborough
👥 Zuschauer: 63.811 · 👨‍⚖️ Schiedsrichter: Facundo Tello (Argentinien)


TORE

1:0   🇫🇷   Kylian Mbappé (60')
2:0   🇫🇷   Ousmane Dembélé (66')

BESONDERE VORKOMMNISSE

🧤 28'. Minute: Bono 🇲🇦 hält einen Foulelfmeter von Mbappé 🇫🇷


AUFSTELLUNG

🇫🇷 Frankreich
Maignan – Koundé (87. Gusto), Upamecano, Saliba, Digne – Koné (71. Zaïre-Emery), Rabiot – Dembélé ⚽, Olise, Doué (77. Barcola) – Mbappé ⚽ (77. Mateta)
Trainer: Deschamps


🇲🇦 Marokko
Bono – Hakimi, Diop 🟨, Mazraoui, Salah-Eddine (74. Yassine) – Bouaddi (62. Amrabat), El Aynaoui – Díaz (74. El Ouahdi), Ounahi, Talbi (85. Sbai) – El Khannouss (62. Rahimi)
Trainer: Ouahbi

Marokkos Mauertaktik hatte in der Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 (2:0 für Frankreich) nur eine Stunde lang Erfolg. Immer wieder scheiterten Frankreichs Angreifer zunächst auch an Bounou. Die beste Gelegenheit zur früheren Führung vergab Mbappe, als er einen Foulelfmeter direkt in die Arme des Torhüters schob. Am Ende durften Les Bleus in Foxborough, dem Ort des deutschen Fiaskos gegen Paraguay, dennoch jubeln.

Allerdings zeigten sich auch Sorgenfalten bei den Franzosen: Mbappe musste in der 77. Minute vom Feld, danach musste sein Knöchel mit Eis gekühlt werden.

  • Alle Infos zur WM 2026

Halbfinale gegen Spanien oder Belgien

Im Halbfinale geht es für die Mannschaft von Trainer Didier Deschamps, der mit seinem 25. WM-Spiel am Donnerstag mit Helmut Schön als Rekordtrainer gleichzog, nun am Dienstag (21.00 Uhr MESZ) in Dallas gegen Spanien oder Belgien. Dann winkt das dritte WM-Endspiel hintereinander - ein Final-Hattrick, der bislang nur Deutschland (1982 bis 1990) und Brasilien (1994-2002) gelungen ist.

FIFA WM 2026 - Viertelfinale

Donnerstag, 9. Juli 2026 · 22:00 Uhr

🇫🇷 Frankreich 2 0 Marokko 🇲🇦

Freitag, 10. Juli 2026 · 21:00 Uhr

🇪🇸 Spanien - - Belgien 🇧🇪

Samstag, 11. Juli 2026 · 23:00 Uhr

🇳🇴 Norwegen - - England 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿

Sonntag, 12. Juli 2026 · 03:00 Uhr

🇦🇷 Argentinien - - Schweiz 🇨🇭

Für Marokko geriet das Rendezvous mit der eigenen Geschichte zum Alptraum. Statt zum zweiten Mal in Serie in die Runde der letzten Vier einzuziehen, zerschellten die Hoffnungen auf den ersten WM-Triumph einer afrikanischen Mannschaft erneut an Frankreich. Ausgerechnet an der früheren Kolonialmacht, dem Land, in dem sechs Spieler des aktuellen marokkanischen Kaders geboren wurden. Mit den "Löwen vom Atlas" schied auch das letzte afrikanische Team aus dem Wettbewerb aus.

Eine schlechte Nachricht hatte Marokko bereits vor dem Anpfiff zu verdauen. Für Bayerns Star-Neuzugang Ismael Saibari kam der Frankreich-Showdown noch zu früh. Mit drei Treffern hatte Saibari sein Team ins Achtelfinale geführt, doch eine Muskelverletzung aus dem Achtelfinale (3:0 gegen Kanada) machte einen Einsatz in der Startelf unmöglich. Bei Frankreich sass Mittelfeldstar Aurelien Tchouameni nach seinem Achtelfinal-Ausfall zunächst nur auf der Bank.

Frankreich Nationalmannschaft

  • WM Teilnahmen: 16 (zuletzt 2022)
  • WM-Rekordtorschütze: Just Fontane (13 Tore)
  • WM-Rekordspieler : Hugo Lloris (20 Spiele)
  • FIFA-Weltrangliste: 1. Platz (Stand: 06/2026)
  • Beste WM-Platzierung : Weltmeister (1998, 2018)

Keeper hält Marokko lange im Spiel

Auch wenn Marokkos Trainer Ouahbi die Stimmung vor der Partie mit markigen Worten noch einmal einheizte ("Wir spielen mit dem Messer zwischen den Zähnen") - die erste Halbzeit gehörte einzig der Equipe Tricolore. Erst liess Mbappe einen Warnschuss aus gut 18 Metern los, nach dem anschliessenden Eckball köpfte der völlig freistehende Bayern-Verteidiger Dayot Upamecano aus vier Metern viel zu unplatziert (4.).

Und Marokko? Fand im Gillette Stadium bei Boston offensiv über weite Strecken überhaupt nicht statt. Alle elf Akteure standen enorm tief und lauerten im erst zweiten Pflichtspiel der beiden Teams auf Umschaltmomente - die nicht kamen. Im Gegenteil. Frankreich blieb gefährlich, und zwar nicht bloss beim vom Ex-Münchner Noussair Mazraoui verursachten Elfmeter. Dembele verfehlte das Ziel mit einem Schlenzer (33.), wenig später fand auch Desire Doue nach einem feinen Dribbling seinen Meister in Bounou (35.). Einen Fernschuss von Lucas Digne lenkte der marokkanische Schlussmann in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit an die Latte (45.2).

Apropos Bounou. Mit dem parierten Strafstoss gegen Mbappe schraubte der Keeper seine atemberaubende Quote weiter nach oben. Von neun Strafstössen (einschliesslich Elfmeterschiessen) bei Weltmeisterschaften hat Bounou nur zwei Gegentore kassiert. Doch es half alles nichts. Gegen Doue (55.) parierte Bannou zwar noch einmal glänzend, dann traf Mbappe traumhaft.

SID

Alle weiteren wichtigen Nachrichten zur FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026™ gibt es im WM Update nachzulesen.

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