Marokko blickt nach WM-Aus bereits in die Zukunft
Marokko scheitert im WM-Viertelfinal an Mitfavorit Frankreich. Trotz der 0:2-Niederlage bleiben Spieler und Trainer optimistisch und blicken bereits in die Zukunft.
Vor vier Jahren hatte Marokko mit dem WM-Halbfinaleinzug in Katar die Fussball-Welt überrascht. Erst gegen Frankreich war damals Schluss gewesen. Nun erlebte die Mannschaft von Trainer Mohamed Ouahbi am späten Donnerstagabend Schweizer Zeit ein bitteres Déjà-Vu.
Erneut scheiterte Marokko in der K.o.-Phase der WM an Frankreich - dieses Mal jedoch bereits im Viertelfinal. Gegen die Mannschaft von Didier Deschamps blieben die Marokkaner während 90 Minuten chancenlos und verbuchten lediglich einen Schuss aufs französische Tor.
Diese Niederlage dürfe die Entschlossenheit Marokkos jedoch nicht brechen, äusserte sich der Trainer nach der Partie. "Wir müssen weiterhin an unser Projekt glauben, unsere Arbeit fortsetzen und uns auf die Grundlagen konzentrieren."
Der Nachfolger von Walid Regragui - der die Mannschaft 2022 in den Halbfinal geführt hatte - räumte gleichzeitig die Überlegenheit Frankreichs ein und sprach über die Enttäuschung innerhalb des Teams. "Wir werden weiterhin eine Mannschaft aufbauen, die um Titel kämpfen kann", so der Trainer.
Der in Frankreich geborene Mittelfeldspieler Ayyoub Bouaddi schlug in dieselbe Kerbe wie sein Coach. Der 18-Jährige, der bis im März dieses Jahres noch Captain des französischen U21-Nationalteams war und sich erst im Mai für Marokko entschied, sagte in der Mixed-Zone: "Wir wissen, was wir verbessern müssen, um noch stärker zurückzukommen."
Das Spiel werde helfen, weiter zu wachsen und zu erkennen, welche Details im Hinblick auf die nächsten Wettbewerbe verbessert werden müssten, um weiterzukommen. Dass er sich für Marokko - das Herkunftsland seiner Eltern - entschieden habe, bereue er trotz des Ausscheidens nicht. "Ich habe immer gesagt, dass es eine Entscheidung aus dem Herzen war."
Den Marokkanern, denen im Viertelfinal mit Ismael Saibari der beste Torschütze im Team verletzt fehlte, bleiben nun vier Jahre, um eben diese Details, die von Bouaddi und Ouahbi angesprochen wurden, zu verbessern.
Dann findet die nächste Weltmeisterschaft statt, die für Marokko zum Heim-Turnier wird. Der zweifache Afrikameister wird die WM, die wie in diesem Jahr wieder in drei Ländern stattfindet, gemeinsam mit Spanien und Portugal austragen.